Mortal Engines: Krieg der Städte

MORTAL ENGINES: KRIEG DER STÄDTE | Motorisiert in eine ungewisse Zukunft

Mit MORTAL ENGINES: KRIEG DER STÄDTE präsentiert der visionäre Filmemacher Peter Jackson eine faszinierende wie erschreckende Zukunft, in der die letzten Menschen auf rollenden Städten wohnen und wie Nomaden über die Ruinen einer vergangenen Zivilisation fahren.

MORTAL ENGINES

© Universal Pictures Home Entertainment

Inhalt

Vor Hunderten von Jahren verwüstete eine gewaltige Katastrophe die Erde, doch die Menschheit hat sich ihrer neuen Umgebung längst angepasst. Gigantische Metropolen auf Rädern erhoben sich aus den Trümmern der untergegangenen Zivilisation. Auf der Suche nach den letzten Ressourcen fahren sie über die verdörrte Steppe und verschlingen gnadenlos die kleineren Städte. Zu den großen Metropolen gehört auch London als einer der gewaltigsten rollenden Kolosse. In diesem unerbittlichen Kampf trifft der unscheinbare Tom Natsworthy (Robert Sheehan) in einer schicksalshaften Begegnung auf die gefährliche Flüchtige Hester Shaw (Hera Hilmar) – zwei Gegensätze prallen aufeinander, zwei Menschen, deren Wege einander nie hätten kreuzen sollen. Sie schmieden eine überraschende Allianz, die über den Fortgang der Menschheitsgeschichte bestimmen könnte.

Kritik

Vor einigen Jahren sicherte sich Peter Jackson, der einst Frodo & Co in eine epische Schlacht um Mittelerde schickte, die Rechte an den Buch „Mortal Engines“. Im Kern muss die Menschheit nach einer verheerenden Katastrophe ums Überleben bangen. Um die Chancen dafür deutlich zu steigern, fanden die letzten Menschen auf der Welt Zuflucht in riesigen Städten auf Rädern. Wie Nomaden ziehen sie nun ihre Runden auf den Ruinen einer einst blühenden Zivilisation, im stetigen Konflikt mit anderen Völkern auf ihren rollenden, urbanen Festungen. Dieser Ausgang ist für Jackson somit wie gemacht, wissen wir um seine Vorliebe zu fantasievollen Stoffen. Doch anders als bei seiner Herr der Ringe– und Der Hobbit-Trilogie hielt sich der Neuseeländer in der Rolle des Produzenten im Hintergrund, dennoch gibt es viele Merkmale, die eben auch ein Jackson hätte platzieren können.

Aber es ist ja immer so eine Sache: Buch zum Film. Den Umfang eines literarischen Meisterwerks gebührend und benutzerfreundlich in meist 120 Minuten zu komprimieren, ist komplex. Fakten, Charakterzüge und Entwicklungen entsprechend auf die Leinwand zu bringen bedarf nicht selten eines Doktortitels. Nur kleinste Abweichungen führen bei den Fans zu Unstimmigkeiten und Unruhen. Bei Herr der Ringe oder Tribute von Panem hat die Adaption bekanntermaßen sehr gut funktioniert, bei Der Hobbit wurde sie zum Teil unangenehm gestreckt und bei Twilight wird die Geschichte so endlos, wie ein Vampirleben (dennoch war sie ganz nett zu gucken).

Und wie sieht es bei MORTAL ENGINES: KRIEG DER STÄDTE aus? Die Adaption weist einige Logikfehler auf, inhaltlich erweist sich das spektakuläre Effektfeuerwerk somit als kleiner Stolperstein auf dem Weg zur Auflösung. Dennoch hat es Regisseur Christian Rivers unter Anleitung Jacksons geschafft, die magische und fantasievolle Intention der Buchvorlage, visuell herausragend umzusetzen. Der Film strotzt nur so vor atemberaubenden Momenten, viel Action und einer abwechslungsreichen Steampunk-Atmosphäre. UND: mit 128 Minuten muss man sich nicht gleich einen Tag frei nehmen. Ein humaner, abendfüllender Blockbuster aus dem Computer, der kurzweilige Unterhaltung verspricht und ganz ohne Superhelden auskommt. In Zeiten, wo Superhelden den Markt anführen, in der Tat eine ehrwürdiger Augenblick.

Fazit: Rivers hat ein mehr als solides Filmchen über kolossale Städte im Krieg abgeliefert, das inhaltlich seine Schwächen hat, aber optisch alles wieder reinholt. Nächstes Mal besser weniger mit Jackson als Galionsfigur werben. 

FSK ab 12 (grün)Originaltitel:           Mortal Engines
Produktionsland/-jahr:   US/NZ 2018
Laufzeit:                128 min
Genre:                   Fantasy, Action, Abenteuer

Regie:                   Christian Rivers
Drehbuch:                Peter Jackson, Philippa Boyens, Fran Walsh
Kamera:                  Simon Raby

Kinostart:               13. Dezember 2018
Home Entertainment:      18. April 2019

Verleih:                 Universal Pictures Home Entertainment

(Quelle: Universal Pictures Home Entertainment)

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