LEID UND HERRLICHKEIT

LEID UND HERRLICHKEIT | Ein Privileg geschmiedet im Feuer der Fiktion und Wahrheit

Regieikone Pedro Almodóvar geht in LEID UND HERRLICHKEIT auf Spurensuche und erzählt von den Höhen und Tiefen eines turbulenten Künstlerlebens. Dabei kreiert er ein Zusammenspiel aus Fiktion und autobiographischer Wahrheit und somit sein wohl auch persönlichstes Werk.

Leid und Herrlichkeit

© STUDIOCANAL

Inhalt

Regisseur Salvador Mallo (Antonio Banderas) entdeckte schon früh seine Leidenschaft für das große Kino und die Geschichten, die es erzählt. Aufgewachsen im Valenzia der 60er Jahre, aufgezogen von seiner liebevollen Mutter (Penélope Cruz), die sich ein besseres Leben für ihn wünscht, zieht es ihn in den 80er Jahren nach Madrid. Dort trifft er auf Federico (Leonardo Sbaraglia), eine Begegnung, die sein Leben von Grund auf verändern wird. Gezeichnet von seinem exzessiven Leben blickt Salvador jetzt auf die Jahre zurück, in denen er als Regisseur große Erfolge feierte, schmerzliche Verluste hinnehmen musste, aber auch zu einem der innovativsten und erfolgreichsten Filmschaffenden in Spanien wurde. Durch die Reise in seine Vergangenheit und die Notwendigkeit diese zu erzählen, findet Salvador den Weg in ein neues Leben….

Kritik

Was mit Das Gesetz der Begierde (1987) begann, seinen Weg über La Mala Educación – Schlechte Erziehung (2004) ging und nun ungeplant seinen Abschluss als Trilogie findet. LEID UND HERRLICHKEIT ist Pedro Almodóvars 21. Werk und wohl auch sein intimstes, tiefgründigstes und informativstes Werk seines Schaffens. Ganze 32 Jahre brauchte es, die Gedanken und Lehren zu einer sehenswerten und umfassenden Geschichte auszuarbeiten und schießlich zu erzählen. Mit ruhigen Tönen folgt Almodóvar seine eigenen Lebenslinie, ergänzt diese mit Wahrheit und fiktionelem Stoff, und inszeniert dies gesamtheitlich als horizonterweiternden Film. Zeit spielt dabei eine wichtige Rolle, den Hektik wird hier konsequent ausgesperrt. Es geht um die artige Selbstreflexion eines Filmemachers, der sich mit unterschiedlichen Themen und seinem Leben auseinandersetzt. Dies ist zum Teil farbenfroh und witzig, aber ebenso auch emotional und tief ergreifend. „Eine schöne und sehenswerte Hommage an das Leben, die Liebe und die Kunst“, wie ein Kollege so treffend formulierte.

Fazit: Ein Geniestreich, ein kluges bis ins kleinste Detail erzähltes autobiografisches Porträt, dass die Grundpfeiler des menschlichen Seins aufgreift und hinterfragt, aber am Ende bei der Liebe zum Kino landet. Es braucht nicht viel um glücklich zu sein. Ein Moment auf der Leinwand kann vieles auffangen, kompenisieren und zum Nachdenken anregen.

FSK ab 6 (gelb)Originaltitel:           Dolor y gloria
Produktionsland/-jahr:   ES 2019
Laufzeit:                113 min
Genre:                   Drama

Regie:                   Pedro Almodóvar
Drehbuch:                Pedro Almodóvar
Kamera:                  José Luis Alcaine

Kinostart:               25. Juli 2019
Home Entertainment:      -

Verleih:                 STUDIOCANAL

(Quelle: STUDIOCANAL Germany)

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