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SCARY STORIES TO TELL IN THE DARK | Schaurige Retrospektive im Lagerfeuer-Marshmallow-Flair

SCARY STORIES TO TELL IN THE DARK vereint grausame Begebenheiten rund um eine Gruppe Teenager und einen intelligent ausgeklügelten Handlungsstrang zu einem spannenden und nervenaufreibenden Psychohorror.

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© Entertainment One Germany

Inhalt

Amerika, 1968: In der Kleinstadt Mill Valley feiert man die Nacht der Nächte des Gruselns. Und was wäre an Halloween passender, als ein angebliches Geisterhaus auszukundschaften? Genau das beschließt eine Gruppe Jugendlicher und dringt in das verlassene ehemalige Anwesen der Familie Bellows am Rande der Stadt ein. Dort entdecken sie in einem Verließ ein mysteriöses handgeschriebenes Buch mit schaurigen Erzählungen, verfasst von einer gewissen Sarah Bellows. Die Teenager nehmen es mit, nicht ahnend, welches Unheil sie damit heraufbeschwören. Denn das Werk ist noch lange nicht vollendet und neue Geschichten erwecken die schrecklichsten Alpträume zum Leben…

Kritik

Halloween ist ja mittlerweile ein weltweites Phänomen, das vor allem von immer mehr Kindern begangen wird. Die Faszination aus Grusel, Verkleidung und Süßigkeiten ist eine festfgefahrene Tradition, die nicht mehr wegzudenken ist. Der 31. Oktober hat somit gleich mehrere Bedeutungen, schließlich bildet er in Deutschland auch den Reformationstag. Doch das sei im Zuge dieser Filmvorstellung nur eine Randnotiz. Halloween ist eben aber nicht nur wegen „Süßes sonst gibt’s Saures“ so populär. Der Fakt, dass die Geister, Dämonen und andere finstere Kreaturen an diesem besonderen Tag empor steigen und Menschen tyrannisieren, funktioniert nur so gut, weil der Mensch an Angstlust leidet. Die Lust am Gruseln, im klassischem Sinne. Und kaum ein anderer Film in diesem Jahr wird diesem Umstand so gerecht, wie SCARY STORIES TO TELL IN THE DARK.

Dieser Film soll tatsächlich auf einer Kinderbuchreihe basieren, doch davon merkt man bei der Darstellung diverser schaurig-grässlicher Figuren nichts an. Ja, die Figuren die hier ihren Auftritt auskosten und zelebrieren sorgen für heftige Albträume. Erfreulich ist, dass der Film gänzlich von seiner Spannung lebt und so gut wie auf Gewaltdarstellungen verzichtet. In den USA brachte das dem Film eine kinderfreundliche Einstufung ein, in Deutschland allerdings dürfen erst Teenager ab 16 Jahren diesem illustren Treiben zuschauen. Ein Kritiker-Kollege hat den Film mit einer typischen Lagerfeuer-Geschichte verglichen und damit trifft er den Nagel auf dem Punkt. Es ist ein beklemmendes Gefühl. Das stetige Gefühl beobachtet zu werden, macht es dabei nicht besser. Regisseur André Øvredal hat eine schauderhafte Rahmenhandlung geschaffen, die unter anderem von Guillermo del Toro (btw: hat auch am Drehbuch mitgearbeitet) mitkreiert wurde. Geschickt strickt Øvredal die Erzählung zu einem konsequenten Trip an den Rand des Nervenzusammenbruchs. Es ist schlichtweg erstaunlich, wie der Kollege eine derart drastische Stimmung schaffen konnte ohne zwangsläufig jemanden ans Messer zu liefern.

Damit ist Scary Stories To Tell In The Dark einer der besten Filme in diesem Jahr. Wer ein so subtiles Genrevergnügen auf die Leinwand zaubert, verdient den Halloween-Orden in Gold.

Fazit: André Øvredals Horrormärchen ist gnadenlos, erfrischend und an manchen Stellen derart heftig, dass da gerne auch mal ein Tröpfchen Pipi in der Schlüpfer landen könnte. So ein Gefühl hatte ich schon seit Jahren nicht mehr und das hat schon was zu heißen. Da kann Halloween kommen.

FSK ab 16 (blau)Originaltitel:           Scary Stories to Tell in the Dark
Produktionsland/-jahr:   CN/US/CN 2019
Laufzeit:                108 min
Genre:                   Horror, Mystery, Thriller

Regie:                   André Øvredal
Drehbuch:                Dan Hageman, Kevin Hageman, Guillermo del Toro
Kamera:                  Roman Osin

Kinostart:               31. Oktober 2019
Home Entertainment:      12. März 2020  

Verleih:                 Entertainment One Germany

(Quelle: eOne Germany)

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