DOLITTLE

DIE FANTASTISCHE REISE DES DR. DOLITTLE | Eine völlig missverstandene Verfilmung?!

In der fantasievollen Neuverfilmung DIE FANTASTISCHE REISE DES DR. DOLITTLE erweckt Megastar Robert Downey Jr. eine der langlebigsten Figuren der Weltliteratur zu neuem Leben.

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©Universal Pictures International Germany

Inhalt

Auch sieben Jahre nach ihrem Tod hat der exzentrische Arzt Dr. Dolittle (Robert Downey Jr.) den Verlust seiner Frau nicht überwunden. Gemeinsam mit einer bunt zusammengewürfelten Truppe exotischer Tiere hat er sich aus der viktorianischen Welt Englands zurückgezogen und hinter den hohen Mauern seines Familienanwesens Dolittle Manor verschanzt. Als die junge Queen Victoria (Jessie Buckley) aber schwer erkrankt, muss Dolittle zunächst widerwillig sein Heim verlassen und sich auf der Suche nach einem Heilmittel auf die Reise zu einem sagenumwobenen Eiland begeben. Es ist eine gefährliche Mission, doch während er sich alten Feinden stellen muss und neuen wundersamen Kreaturen begegnet, erwachen Stück für Stück auch wieder sein Lebensmut und Witz.

Kritik

„Der größte Flop 2020“ titeln bereits die Nachrichten und renommierte Kritiker zerfetzen die Neuverfilmung eines der wohl beliebtesten Kinderbuchklassikern. Auch ich saß im Kino und dachte mir meinen Teil, ging aber deutlich positiver aus der Vorstellung als meine Kollegen. War ich etwa volltrunken? Habe ich womöglich einen anderen Film gesehen? Oder habe ich tatsächlich einen Hoffnungsschimmer entdeckt? Robert Downey Jr. kehrt nach einem Jahrzehnt in eiserner Rüstung in gesetztere Schauspielregionen zurück und muss nun als alleiniger Held die Kinozuschauer begeistern. Natürlich wurden wir durch seine Darbietung von Iron Man verwöhnt mit Action, Emotionen und flotten Sprüchen. Nach einer so langen Zeit einen Schauspieler nicht nur auf seine Paraderolle zu reduzieren fällt scheinbar mehr Leuten schwer, als ich anfangs dachte. Downey Jr. liefert mit Sicherheit nicht seine beste Leistung ab, aber immerhin noch eine, die bei Weitem nicht Flop schreit. Zumal er nicht das wirkliche Problem ist, sondern die Fehler tatsächlich im Drehbuch verborgen liegen. Dort wird sich zu sehr auf die Vorlage und seinem Hauptdarsteller ausgeruht. Getreu dem Motto „Der packt das schon“ lässt man die Zügel zu früh aus der Hand und beschwört damit nun den Unmut der Kritiker. Die Handlung setzt sich eher traditionell zusammen, während die Interpretation mit Eddie Murphy modernere Einschläge aufweist und mehr auf Humor abzielt.

DIE FANTASTISCH EREISE DES DR. DOLITTLE baut mehr auf Fantasie und Literatur. Mehr Magie statt Großstadt, mehr Träumerei als kontroverser Realismus, mehr Original als frei erzählt. Stärken und Schwächen sind vorhanden und möchte ich ebenfalls nicht unter den Tisch kehren, doch muss man Downey Jr. mehr Zeit einräumen, fernab von Marvel auch wieder in „normalen“ Rollen zu glänzen. Schließlich hat es bei Sherlock Holmes auch funktioniert und da lief mehr oder weniger auch die Cumberbatch-Serienadaption. Beide sehr erfolgreich.

Nun gut: Ich möchte nun wirklich nicht von einem Flop reden, auch wenn meine Worte das Unheil mit großer Wahrscheinlichkeit nicht abwenden können. Man kann nur hoffen, dass die Zuschauer sich von völlig missverständlichen Kritiken nicht fehlleiten lassen. Egal ob klein oder groß werden ihre Momente und traumhaften Berührungspunkte finden, um den Film deutlich positiver in Erinnerung zu halten.

Fazit: Für Universal wird es ein Negativ-Geschäft. Die fantastische Reise des Dr. Dolittle hat seine Augenblicke in der sich Robert Downey Jr. tatsächlich vom Superhelden-Epos lösen kann und mit blanke und emotionaler Schauspielleistung sich in die Herzen der Zuschauer spielen kann. Allerdings kann auch er nicht darüber hinwegtrösten, dass das Skript leider nicht wirklich rund ist. Ich würde glatt sagen, dass diese Verfilmung zu früh kommt und mehr Entwicklungszeit besser verkraftet hätte. Aber „hätte hätte, Fahrradkette“… einfach Dinge auch mal Dinge sein lassen und nicht bewusst nach dem Haar in der Suppe suchen.

FSK ab 12 (grün)Originaltitel:           Dolittle
Produktionsland/-jahr:   US 2020
Laufzeit:                101 min
Genre:                   Komödie, Action, Abenteuer

Regie:                   Stephen Gaghan
Drehbuch:                Stephen Gaghan, Dan Gregor, Doug Mand, Chris McKay
Kamera:                  Guillermo Navarro

Kinostart:               30. Januar 2020
Home Entertainment:      -

Verleih:                 Universal Pictures International Germany

(Quelle: Universal Pictures Germany)

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