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THE LODGE | Wahnsinns-Hüttengaudi

Horror hat ein neues Zuhause – und es liegt mitten im Wald! Mit THE LODGE stellt das österreichische Regie-Duo Franz und Fiala neue Maßstäbe auf und gibt dem Winter seine eiskalte Ader zurück.

THE LODGE

© SquareOne Entertainment

Inhalt

Der Journalist Richard (Richard Armitage) beschließt, die Weihnachtsferien mit seinen beiden Kindern Mia (Lia McHugh) und Aidan (Jaeden Lieberher) sowie seiner neuen Freundin Grace (Riley Keough) in seiner gemütlichen, verschneiten Waldhütte in den Bergen zu verbringen. Doch seine Kinder sind davon alles andere als begeistert: Sie trauen ihrer „zukünftigen Stiefmutter“ nicht über den Weg – und lassen sie das auch bei jeder Gelegenheit spüren. Als Richard beruflich für ein paar Tage in die Stadt fahren muss und seine Familie alleine in den Bergen zurücklässt, passieren jeden Tag neue, unheimliche Ereignisse, die Mia und Aidan in ihrer Meinung bestärken, dass mit Grace irgendetwas nicht stimmt. Und als die Geschwister dann auch noch äußerst grausamen Details aus Graces Kindheit auf die Spur kommen, beginnt ein zunehmend eskalierendes Katz-und-Maus-Spiel, das die Drei an die Grenzen des Wahnsinns – und hindurch – führt…

Kritik

Was kommt dabei raus, wenn man The ShiningMama und Midsommar mischt? THE LODGE! Drei Menschen, zwei davon Kinder, werden in einer Hütte eingeschneit und erleben einen frostigen Trip, der alles auf den Kopf stellt. Dabei leistet das österreichische Regie-Duo Veronika Franz und Severin Fiala, was bereits mit ihrem international gefeierten Horror-Debüt Ich seh Ich seh ihr unglaubliches Talent für doppelbödigen Psycho-Horror unter Beweis stellen konnte, eine unglaubliche Transferarbeit. Die Atmosphäre sucht ihresgleichen. So verlagert sich die Grundstimmung des Films in nur wenigen Augenblicken auf den Kinobesucher auf eine unerträgliche Weise. Unerträglich, aber beispiellos wirksam. Eine Familie wird eingeschneit und erlebt in der Abgelegenheit eine Reise, die nichts mit Vergnügen zu tun hat. Es dauert, bis man die Konstellation verstanden hat, aber nicht, für was sie einstehen. So bleiben wir lange im Dunkeln und versuchen Halt in der Trostlosigkeit zu finden. Wir stellen uns die Frage, ob alles nur ein böser Streich ist oder hier tatsächlich eine echte Notlage vorliegt? Aber eben diese Ungewissheit sorgt für die meiste Spannung.

Mühselig bahnen wir uns den Weg durch Dialoge, Angst und Hoffnung, trotzen unangenehmen Längen in der Mitte und erleben einen brachialen Showdown, der durch Mark und Bein geht. Visuell erleben wir also einen bilderbuchmäßigen Film, der die Gesetzmäßigkeiten des Horrors zelebriert und neu ordnet. Darstellerisch kann das kleine, namenhafte Ensemble ebenfalls überzeugen und verzückt mit Spielfreude und blanker Angst. Tja und das gepaart mit einem schnee- und windgeplagten Szenario, in der nicht nur die Bedrohung vor der Tür, sondern auch dahinter lauert. Ein unterhaltsamer Horrorthriller, der nach intelligenten, internationalen Kassenerfolgen wie Get Out oder Wir gut den Anschluss wahren kann und mit Sicherheit viele Abnehmer finden wird.

Fazit: Franz und Fiala haben es wieder geschafft, einen austarierten Film abzuliefern, der seine Längen hat aber dennoch zu einem durchaus zufriedenstellenden Ende findet – ohne viel Aufregung. 

FSK ab 16 (blau)Originaltitel:           The Lodge
Produktionsland/-jahr:   US/CA/UK 2019
Laufzeit:                108 min
Genre:                   Horror, Thriller

Regie:                   Severin Fiala, Veronika Franz
Drehbuch:                Severin Fiala, Veronika Franz, Sergio Casci
Kamera:                  Thimios Bakatakis

Kinostart:               6. Februar 2020 
Home Entertainment:      12. Juni 2020  

Verleih:                 LEONINE

(Quelle: SquareOne Entertainment)

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