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DIE KÄNGURU-CHRONIKEN | Schnapspralinen gehen immer… Hicks!

Das Känguru hüpft auch auf die große Leinwand! Regisseur Dani Levy inszenierte die satirisch-schräge Komödie DIE KÄNGURU-CHRONIKEN nach Motiven der gefeierten Bücher von Marc-Uwe Kling, der auch selbst das Drehbuch schrieb.

DIE KÄNGURU-CHRONIKEN_Plakat

© X Verleih AG

Inhalt

Marc-Uwe (Dimitrij Schaad), ein unterambitionierter Kleinkünstler mit Migräne-Hintergrund, lebt mit einem Känguru zusammen. Doch die ganz normale Kreuzberger WG ist in Gefahr: Ein rechtspopulistischer Immobilienhai bedroht mit einem gigantischen Bauprojekt die Idylle des Kiezes zu zerstören. Das findet das Känguru gar nicht gut. Ach ja! Es ist nämlich Kommunist – das hatte ich vergessen zu erzählen. Jedenfalls entwickelt es einen genialen Plan. Und dann noch einen, weil Marc-Uwe den ersten nicht verstanden hat. Und noch einen dritten, weil der zweite nicht funktioniert hat. Schließlich gipfelt das Ganze in einem großen Anti-Terror-Anschlag und … äh… weiß auch nicht mehr so genau. Jedenfalls ist der Film ziemlich witzig.

Kritik

Allein die Synopsis ließt sich wie die Rückseite eines Buches. Man bekommt richtig lust darauf, dem Känguru und seinem menschlichen Freund beim Kampf gegen Rechts, Korruption und „falschen Idealen“ Popcorn knabbernd über die Schulter zu schauen – ein Manifest für den Zuschauer, der sich verdutzt die Augen reibt und tatsächlich erstmal realisieren muss, dass der eigentliche Held von DIE KÄNGURU-CHRONIKEN ein Beuteltier aus Australien ist. Wie dieses in eine Kreuzberger WG gelangt, steht woanders geschrieben, aber sorgt diese Konstellation tatsächlich für ein warmes Gefühl im Lachzentrum. Buch und Hörbuch sind unvergleichlich, doch rappelt es bei Verfilmungen immer im Kanton. Sand im Getriebe, dass nicht mehr so richtig hochschalten will. In der Tat wurden aber gleich zu Beginn erhebliche Fehlerquellen ausgemerzt. Regisseur Dani Levy, der richtige Mann für derartigen Humor, und Marc-Uwe Kling als ursprünglicher Buchautor sowie Drehbuchautor (und darüber hinaus Sprecher des Kängurus) haben einen ansehnlichen und zu gleich kontroverse Adaption kreiert, in der das kommunistische Känguru gegen einen rechten Immobilienhai kämpft. Symbolträchtig, eingängig, humorvoll – passende Wörter für eine kurzweilige Verfilmung, die sich inhaltlich und optisch groß aufläuft. Natürlich überrascht der Film nach Beststeller und Hörbuch nicht mehr viele Personen, doch selbst die, die meinen, die Vorlage(n) sind besser, dürften ins Grübeln kommen, ob ihre Kritik berechtigt ist. Ich knabber fleißig mein Popcorn und ergötze mich an dem illustren Kampf Mensch gegen Tier.

Fazit: Ein Phänomen nun auch als Kinofilm, wer Buch und Hörbuch kennt, erlebt wenige Überraschung und erhebt hier und da vielleicht auch Kritik an der Umsetzung. Doch ist es genau die Adaption, die trotzdem Rekorde brechen wird und Lesemuffel wie mich, genau das Werkzeug geben, um einen entspannten, glückseligen und gut unterhaltenen Abend zu erleben.

FSK ab 0 (weiß)Originaltitel:           Die Känguru-Chroniken
Produktionsland/-jahr:   DE 2020
Laufzeit:                92 min
Genre:                   Komödie

Regie:                   Dani Levy
Drehbuch:                Marc-Uwe Kling
Kamera:                  Filip Zumbrunn

Kinostart:               5. März 2020
Home Entertainment:      -

Verleih:                 X Verleih AG

(Quelle: X Verleih AG)

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