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MANEATER | Die blutige Natur-Doku zum Nachschwimmen

In MANEATER schlüpfen die Spieler in die Rolle eines unbarmherzigen Haifischs, der bei der Suche nach den Mördern seiner Haifisch-Mutter eine blutige Spur der Verwüstung in den weiten Ozeanen, in heimeligen Buchten und an den menschenüberfluteten Stränden dieser Welt hinterlässt.

Zum Spiel

Gestartet wird als junges Bullenhai-Baby, das durch das blutige Abschlachten seiner Mutter in den weiten Ozeanen völlig auf sich gestellt ist und überleben muss, indem es sich schnellstmöglich durch das Ökosystem der Meere frisst. Dabei stehen dem jungen Hai zahlreiche Feinde gegenüber – sowohl menschlich als auch tierisch. Durch Jagd auf die sinnvollsten Nahrungsressourcen wird das Wachstum und die Entwicklung des Jungtiers beschleunigt und mit etwas Geschick weit hinter die Grenzen des natürlich Möglichen getrieben, so dass der Spieler das Abenteuer ganz seinem Spielstil anpassen kann. Die erfolgreiche Entwicklung von jungen Bullenhai-Baby zum eindrucksvollen Monsterhai ermöglicht die wilde Jagd auf die skrupellosen Fischer, die schon bald ebenso blutig Verantwortung für den Tod der Haifisch-Mutter übernehmen müssen. Der Weg von kleinem Baby zum legendären Predator der Meer ist lang – und kein einfacher. Fressen. Erkunden. Entwickeln.

Test

Der Ozean. Unendliche Weiten. Heimat unzähliger Tiere. Doch eines von ihnen hat die Schnauze voll und sinnt nach Rache. Und da kommen wir ins Spiel. Wir schlüpfen in die Rolle eines „kleinen“ Bullenhais und machen uns auf, den Mörder unserer Mutter zu finden. Ja und damit ist eigentlich schon alles erzählt. Zwischendrin wird fleißig gemordet, gefressen und evolutioniert. Fertig ist ein Spiel für unter 40 Euro, weit entfernt von einem AAA-Titel, aber inhaltlich fast ein vorsichtiger Meilenstein. DENN: wir erleben eine komplette Story aus der Sicht eines Hais und die hat es wirklich in sich.

Zu Beginn erwartet uns eine übersichtliche Einführung in die Rahmenhandlung. Wir lernen in einem offen gehaltenen Tutorial die Grundlagen des Hai-seins kennen und tasten uns ans töten ran. Auch wenn das oberste Gebot „Töten“ ist, so erweist sich MANEATER aber gerade am Rand als besonders abwechslungsreich und genaueres hinhören sowie hinsehen, erweisen sich dabei als gewinnbringend. Erfrischend ist der dokumentarische Einschlag. Eine OFF-Stimme vergleichbar aus einer Natur-Doku, erklärt (fast) jede Handlung und erweitert damit den Storymodus. Gerade wenn es an die Evolutionsschritte geht, erhalten wir zusätzliche viele nützliche Informationen. Das brauchen wir auch in dieser riesigen offenen Spielwelt, die für dieses Preissegment was besonderes ist. Sicherlich ist Maneater kein Grafik-Monster, aber hübsch anzusehen ist es dennoch. Weiße Sandstrände, Hafenanlage, urbane Züge, Tiefsee und Buchten zieren das Spiel.

Doch wer glaubt, man schwimmt und frisst ohne Konsequenzen durchs Meer, ist schief gewickelt. Denn für Entwicklung braucht es auch Aufgaben und Herausforderungen. Höhepunkt dabei sind die zum Teil harten Boss-Kämpfe, die sich mit fortschreitender Geschichte natürlich nichts schenken. Doch wer fleißig aufpasst und seine „Kriegsführung“ im Laufe der Zeit optimiert hat, wird belohnt. Gerade weil die Steuerung einfach gehalten und Kombos idiotensicher anzuwenden sind, braucht es nicht viel Hirnschmalz. Gefordert wird man aber dennoch. Maneater ist aber ein Spiel, dass sich billig anfühlt, aber im Kern wohl einer der größeren Überraschungen des Jahres 2020 sind. Gerade für wenig Geld erhält man ein umfangreiches und kurzweiliges Abenteuer mit vielen frischen Spielelementen. Sicherlich läuft nicht alles rund, so kann das Einsammeln von Items mitunter ziemlich nervig sein und einige Bugs den Spielspaß trüben. Aber ein Hailight bleibt Maneater dennoch. Vor allem die Selbstironie die Jungs von Blindside und Tripwire an den Tag lehnen, zaubern ein Lächeln ins Gesicht von Millionen Trash-Fans.

Fazit: Ich hoffe, ihr habt Hunger mitgebracht. Maneater ist ein Feuerwerk des schlechten Geschmacks, aber Hauptsache es macht satt. Gerade für den kleinen Geldbeutel bekommt man viel Spiel und ein Geheimtipp unter den Open World-Games. 

Plattform: PS4 | XBOX ONE | PC

USK ab 16 (blau)Genre:                    Rollenspiel
Entwickler:               Blindside Interactive
Publisher:                Tripwire Interactive  
Veröffentlichung:         22. Mai 2020

(Quelle: Deep Silver)

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