OSCAR 2021 | Favoriten, Besonderheiten und wie die Pandemie Einfluss nimmt

In der Nacht zum Montag hat die Academy die Nominierungen für die Oscars 2021 bekanntgegeben. Wenig überrascht gehen die Streaming-Anbieter Netflix und Amazon Prime mit ihren Eigenproduktionen ins Favoritenrennen, während klassische Kinofilme so gut wie nicht vertreten sind. Eine besondere Preisverleihung, die Ende April sogar in gewohnter Manier auf ProSieben ausgestrahlt werden könnte.

Die Oscars 2021 könnte zur Sternstunde von Netflix und Amazon werden. Kino fand 2020 so gut wie nicht statt. Nicht nur zum Leidwesen der Zuschauer, sondern auch der Kinobetreiber, die Millionenverluste einfuhren. Es wird daher eine Verleihung unter ganz besonderen Umständen.

Eine Video-Schalte, wie noch bei den Golden Globes oder Emmys wird es bei den Oscars nicht geben. Dies bekräftigten die Produzenten der Veranstaltung. Die Verleihung soll deswegen in der historischen Union Station sowie im Dolby Theater in Los Angeles stattfinden. In trockenen Tüchern ist hingegen schon der Zeitpunkt. Aufgrund der Pandemie findet die Verleihung der 93. Academy Awards diesmal in der Nacht vom 25. auf den 26. April (MEZ) statt – somit über zwei Monate später. Doch wie heißt es so schön in einem bekannten Queen-Song: „The Show Must Go On“…

Erfolgreichster Vertreter mit 10 Nominierungen ist der Netflix-Film Mank. Besonderheiten ganz erfreulicher Art gibt es auch in diesem Jahr: So sind mit Emerald Fennell (Promising Young Woman) und Chloé Zhao (Nomadland) zwei Frauen für die „Beste Regie“ nominiert worden. Außerdem ist The Walking Dead-Star Steven Yeun (Minari) der erste asiatisch-amerikanische Schauspielerder, der den Oscar als „Bester Hauptdarsteller“ mit nach Hause nehmen könnte. Diversität ist diesmal ganz groß geschrieben.

Chadwick Boseman wurde posthum für seine Leistung in als Ma Rainey’s Black Bottom als „Bester Hauptdarsteller“ nominiert.

Zudem sind aufgrund der Coronakrise vorrangig Filme der zwei größten Streamingdienst-Anbieter Netflix und Amazon Prime nominiert. Einzig Tenet lief für eine kurze Zeit in unseren Kinos. Hingegen Nomadland noch einen aktuellen deutschen Kinostart (8. April 2021) besitzt.

DIE NOMINIERUNGEN IM ÜBERBLICK

Bester Film

  • The Father
  • Judas and the Black Messiah
  • Mank
  • Minari – Wo wir Wurzeln schlagen
  • Nomadland
  • Promising Young Woman
  • Sound of Metal
  • The Trial of the Chicago 7

Beste Regie

  • Thomas Vinterberg – Der Rausch
  • David Fincher – Mank
  • Chloé Zhao – Nomadland
  • Emerald Fennell – Promising Young Woman
  • Lee Isaac Chung – Minari – Wo wir Wurzeln schlagen

Beste Hauptdarstellerin

  • Carey Mulligan – Promising Young Woman
  • Frances McDormand – Nomadland
  • Viola Davis – Ma Rainey’s Black Bottom
  • Andra Day – The United States vs. Billie Holiday
  • Vanessa Kirby – Pieces of a Woman

Bester Hauptdarsteller

  • Chadwick Boseman – Ma Rainey’s Black Bottom
  • Riz Ahmed – Sound of Metal
  • Steven Yeun – Minari – Wo wir Wurzeln schlagen
  • Anthony Hopkins – The Father
  • Gary Oldman – Mank

Beste Nebendarstellerin

  • Maria Bakalova – Borat 2: Anschluss Moviefilm
  • Glenn Close – Hillbilly-Elegie
  • Olivia Colman – The Father
  • Amanda Seyfried – Mank
  • Youn Yuh-jung – Minari – Wo wir Wurzeln schlagen

Bester Nebendarsteller

  • Sacha Baron Cohen – The Trial of the Chicago 7
  • Daniel Kaluuya – Judas and the Black Messiah
  • Lakeith Stanfield – Judas and the Black Messiah
  • Leslie Odom Jr. – One Night In Miami
  • Paul Raci – Sound of Metal

Beste Kamera

  • Sean Bobbitt – Judas and the Black Messiah
  • Erik Messerschmidt – Mank
  • Dariusz Wolski – Neues aus der Welt 
  • Joshua James Richards – Nomadland
  • Phedon Papamichael – The Trial of the Chicago 7

Bester Schnitt

  • Yorgos Lamprinos – The Father
  • Chloé Zhao – Nomadland
  • Frédérich Thoraval – Promising Young Woman
  • Mikkel E.G. Nielsen – Sound of Metal
  • Alan Baumgarten – The Trial of the Chicago 7

Bestes Originaldrehbuch

  • Judas and the Black Messiah
  • Minari – Wo wir Wurzeln schlagen
  • Promising Young Woman
  • Sound of Metal
  • The Trial of the Chicago 7

Bestes adaptiertes Drehbuch

  • Nomadland
  • Der weiße Tiger
  • One Night In Miami
  • Borat 2: Anschluss Moviefilm
  • The Father

Bester Animationsfilm

  • Onward: Keine halben Sachen
  • Die bunte Seite des Monds
  • Shaun das Schaf – Der Film: UFO-Alarm
  • Wolfwalkers
  • Soul

Bester internationaler Film

  • Der Rausch
  • Better Days
  • Kollektiv – Korruption tötet
  • The Man Who Sold His Skin
  • Quo vadis, Aida?

Bester Dokumentarfilm

  • Der Maulwurf – Ein Detektiv im Altersheim („The Mole Agent“)– Regie: Maite Alberdi
  • Time – Regie: Garrett Bradley
  • Sommer der Krüppelbewegung („Crip Camp“) – Regie: James Lebrecht, Nicole Newnham
  • Mein Lehrer, der Krake („My Octopus Teacher“) – Regie: Pippa Ehrlich, James Reed
  • Kollektiv – Korruption tötet („Collective“) – Regie: Alexander Nanau

Bestes Kostümdesign

  • Emma
  • Ma Rainey’s Black Bottom
  • Mank
  • Mulan
  • Pinocchio

Bester animierter Kurzfilm

  • Burrow
  • Genius Loci
  • If Anything Happens I Love You
  • Opera
  • Yes-People

Bester Kurzfilm

  • Feeling Through
  • The Letter Room
  • The Present
  • Two Distant Strangers
  • White Eye

Bester Dokumentar-Kurzfilm

  • Colette
  • A Concerto Is a Conversation
  • Do Not Split
  • Hunger Ward
  • A Love Song for Latasha

Bestes Szenenbild (Produktionsdesign)

  • Peter Francis & Cathy Featherstone – The Father
  • Mark Ricker, Karen O’Hara & Diana Stoughton – Ma Rainey’s Black Bottom
  • Donald Graham Burt & Jan Pascale Mank
  • David Crank & Elizabeth Keenan – Neues aus der Welt
  • Nathan Crowley & Kathy Lucas – Tenet

Bestes Make-up & Hairstyling

  • Emma
  • Hillbilly-Elegie
  • Ma Rainey’s Black Bottom
  • Mank
  • Pinocchio

Beste Filmmusik

  • Da 5 Bloods
  • Mank
  • Minari – Wo wir Wurzeln schlagen
  • Neues aus der Welt
  • Soul

Bester Filmsong

  • „Fight for You“ von H.E.R. – Judas and the Black Messiah
  • „Hear My Voice“ von Celeste – The Trial of the Chicago 7
  • „Husavik“ von Will Ferrell & My Marianne – Eurovision Song Contest: The Story Of Fire Saga
  • „Io Si“ von Laura Pausini – Du hast das Leben vor dir
  • „Speak Now“ von Leslie Odom Jr. – One Night In Miami

Bester Ton

  • Greyhound
  • Mank
  • Neues aus der Welt
  • Soul
  • Sound of Metal

Beste visuelle Effekte

  • Love and Monsters
  • The Midnight Sky
  • Mulan
  • Der einzig wahre Ivan
  • Tenet

Die größten Hoffnungen auf einen Goldjungen dürfen sich Mank und Nomadland machen:

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