SKYLIN3S | Captain Rose und das Aufräumkommando

Nach den erfolgreichen Science Fiction-Abenteuern „Skyline“ und „Beyond Skyline“ liefert Regisseur Liam O’Donnell nun mit SKYLIN3S den epischen Abschluss der beliebten Trilogie. Fans der Alien-Saga werden auch diesmal auf ihre Kosten kommen: packende Actionszenen, überirdische Visual Effects und ein Wiedersehen mit Lindsey Morgan („The 100“), die diesmal in der neuen Hauptrolle als erwachsene Rose Corley zurückkehrt.

Skyli3s

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Inhalt

Jetzt schlägt die Menschheit zurück: Captain Rose Corley (Lindsey Morgan) verfügt über außerirdische Superkräfte und ist die letzte Hoffnung der Menschheit, als ein Virus dafür sorgt, dass den Menschen eigentlich freundlich gesonnene Alien-Hybriden zur Bedrohung werden. Sie stellt ein Elite-Team aus Söldnern auf und reist mit diesen zur Alien-Welt, um die Menschheit zu retten.

Kritik

Für Alien-Invasionen bin ich immer zu haben. Mit Roland Emmerichs Independence Day habe ich diesbezüglich meine ersten Erfahrungen damit gesammelt und ein Genre für mich entdeckt. Dabei kann es nicht abgedreht genug sein. Auch ein Hauch von Trash ist dann vertretbar und schafft nochmal einen ganz eigenen Geschmack. 2010 fiel mir dann Skyline in die Hände. Die Visual-Effects-Meister Colin und Greg Strause, die anfangs noch selbst auf dem Regiestuhl Platz nahmen und im weiteren Verlauf immer im kreativen Schaffungsprozess der Reihe involviert waren, haben ein beeindruckendes Spektakel geschaffen. Beinah ein Deluxe-B-Movie bei diesen Effekten. Selbst die Story wirkte dabei gar nicht so abwegig und uninteressant. Ich war angenehm überrascht und positive Gedanken dazu fielen mir tatsächlich nicht schwer. Einzig die Schauspieler gingen mir mancherorts mit ihrem zuweilen hart unlogischen Überlebenskampf auf die Eier. Abziehbilder typischer Menschen am Rande des Wahnsinns eben. Eine Nummer größer und bunter war dann schon ganze sieben Jahre später Beyond Skyline. Und plötzlich waren auch Schauspieler am Start, die nun wahrlich keine kleine Namen besitzen. So kämpft sich Frank Grillo und Iko Uwais sehr beeindruckend durch das geschehen. Alles wirkt auch nochmal upgespaceter und üppiger. Hier ist wesentlich mehr Action und Kampf zu sehen. Ebenso auch Menschen, die sich tatsächlich hoffnungsvoll den Aliens in den Weg stellen. Eine wirklich sehr gelungene Fortsetzung, die jedoch zu Beginn sehr humorvoll wird …

*** SPOILER ALARM ***

 So tauchen die am Ende von Teil 1 hochgesaugten Elaine und Jarrod wieder auf – mit einer Besonderheit: Elaine wird von einer komplett anderen Schauspielerin verkörpert. Wer die Details des Erstlings nicht mehr auf dem Schirm hat, wird mit großer Verwirrung ins Geschehen katapultiert. Jarrod ist ja mittlerweile ein Alien, aber beim vollem Bewusstsein und hat auch nochmal ein eigenständiges Finale für sich, bevor es dann heißt: „Ciao Kakao.“

*** SPOILER ENDE ***

Tja und da wären wir nun: SKYLIN3S. Auf fünf Jahren halbwegs zufriedenstellender Koexistenz folgt nun wieder einmal der erbitterte Kampf ums Überleben. Die Aliens drehen wieder frei und den Menschen bleibt nichts anderes übrig als zu petzen. Dafür startet eine Crew – angeführt von der mächtigen Rose – einen Trip zum Heimatplaneten der Invasoren, um eine offene Rechnung zu begleichen. Man höre und staune: es wird tatsächlich noch verrückter. 

Während Teil 1 und 2 in Grenzen glaubwürdig und menschlich waren, erleben wir nun einen rasanten, sci-fi-mäßigen Ausflug ins All. Dem Zuschauer erwartet weitaus mehr futuristischere und zukunftsorientiertere Situationen. Die Effekte abermals bombastisch und das Aushängeschild, können allerdings diesmal nicht darüber hinwegtäuschen, was für eine schlechte Leistung die Schauspieler abrufen. Die wirken im Kern zu beliebig und austauschbar – wenngleich mir bewusst ist, in welcher Kategorie wir uns befinden. Es bleibt ein klassischer B-Movie, da müssen wir nicht verhandeln. Aber so fügt er sich nahtlos in die Reihe ein und wartet mit einem exorbitanten Finale auf, dass unterhaltsam und würdig ist. Handwerklich ein Hit, inhaltlich notwendig, schauspielerisch kein Totalausfall. Ja, es war schon geil. Mir aber dann am Ende doch ein ticken zu abgehoben. Geschmackssache.

Fazit: Das epische Finale einer zehnjährigen Geschichte. Skylin3s bietet Popcornkino, ist kurzweilig und ein Augenschmaus für Sci-Fi-Kenner. Nicht perfekt, aber für die Reihe absolut gerechtfertigt. Mal schauen, ob es das tatsächlich schon war. 

FSK ab 16 (blau)Originaltitel:           Skylines
Produktionsland/-jahr: US/UK 2020 Laufzeit: 113 min Genre: Action, Sci-Fi, Abenteuer Regie: Liam O'Donnell Drehbuch: Matthew E. Chausse, Liam O'Donnell Kamera: Alain Duplantier Kinostart: -
Home Entertainment: 17. Juni 2021

Verleih: EuroVideo Medien

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