JUNGLE CRUISE | Freizeitpark fürs Kino

In Anlehnung an die beliebte Disney-Park Attraktion JUNGLE CRUISE begeben sich Hollywood Stars Emily Blunt („Mary Poppins‘ Rückkehr“; „A Quiet Place“) und Dwayne Johnson („Jumanji: Willkommen im Dschungel“; „Fast & Furious: Hobbs & Shaw“) auf eine abenteuerliche Amazonas-Flussfahrt, die schnell aus dem Ruder läuft.

JUNGLE_CRUISE_Poster

© Walt Disney Studios Motion Pictures

Inhalt

Einer alten Legende nach steht tief verborgen im Amazonas ein einzigartiger Baum mit wundersam heilenden Kräften, den kein Mensch jemals finden konnte und der einen unvorstellbaren medizinischen Fortschritt bedeuten könnte. Die abenteuerlustige Forscherin Lily Houghton (Emily Blunt) will diesem Mythos endlich auf den Grund gehen und reist mit Sack und Pack in den Dschungel. Nicht ahnend, dass es außer der Legende auch noch einen jahrhundertealten Fluch zu brechen gilt, heuert sie den ungehobelten Kapitän Frank (Dwayne Johnson) an. Unerschrocken nimmt die Forscherin Franks fragwürdige Dienste in Anspruch, sie auf seinem klapprigen aber charmanten Boot – La Quila – flussabwärts zu schippern. Eine halsbrecherische und epische Amazonas-Flussfahrt beginnt, auf der das ungleiche Duo unzählige Gefahren überwinden und sich übernatürlichen Kräften stellen muss, die in der trügerischen Schönheit des üppigen Regenwaldes auf sie lauern. Und während sich die Geheimnisse um den heilenden Baum nach und nach entfalten, steht für Lily und Frank plötzlich nicht mehr nur ihr Schicksal, sondern das der gesamten Menschheit auf dem Spiel.

Kritik

Dass der Ideenreichtum in Hollywood schwindet, ist seit Jahren zu beobachten. Immer schwieriger wird es, die Spreu vom Weizen zu trennen und für Aha-Momente im Kinositz zu sorgen. So wird rebooten, fortgesetzt oder wie bei Disney, eine beliebte Freizeitpark-Attraktion kurzerhand zum Blockbuster. Dies mag plump und in der Tat einfallslos klingen, überrascht aber dann doch – wenngleich es kaum etwas Neues zu bestaunen gibt. Und so würde ich einfach mal mit dem Schlechten beginnen, was ich persönlich auch ziemlich schade finde. Disney-Werke sind bekannt für den üppigen Einsatz von Effekten, was jedoch vor allem gen Ende von JUNGLE CRUISE passiert, ist eine gänzliche Kapitulation an die Wirklichkeit. Ich drücke das so drastisch aus, weil ich es nicht schön fürs Auge finde. Dieser Einsatz, so heißt es weitreichend bei den Zuschauern, münde auf eben auf das Ausgehen sämtlicher Ideen und ein harsches Steuern auf das so dringende Ende. 127 Minuten sind lang für einen Familienfilm, aber nicht überraschend. Und mit Sicherheit wären weniger CGI tatsächlich und aufgrund seiner sensationell gut aufgebauten Amazonas-Atmosphäre förderlich gewesen, so muss man sich eben damit begnügen. Für die kleinere Zuschauer dürfte das kein Problem sein, für die erwachseneren Zuschauer sticht das schon arg ins Auge. Zum Glück schafft es aber der Mäusekonzern aus seinem beliebten Fahrgeschäft wirklich eine ansehnliche Story zu bauen. Wo wir übergehen zu den doch recht positiven Gesichtspunkten. Der Flair, das Ambiente und nicht zuletzt die allgemeine Stimmung von Jungle Cruise ist einladend und farbenfroh. Ein Hauch mystisch und besonders actionreich. Mitreißend und abenteuerlich, unterhaltsam und nicht zuletzt auch familientauglich. Die Story ist nicht kompliziert, vielleicht aber ein wenig zu lang geraten. Aushängeschild sind Emily Blunt und Dwayne Johnson. Deren Chemie ist auch die treibende Kraft. Die Komik und Action wären ohne diese beiden so unterschiedlichen Charaktere kaum erwähnenswert gewesen. Doch mit ihrem Engagement heben sie dieses effektreiche Spektakel weit nach oben und verzeihen, dieses ausufernde CGI-Feuerwerk. Sie sind eingespielt und bilden eine kurzweilige Sturmspitze im Herzen des Amazonas. Dies sorgt für große Freude und lässt tatsächlich vergessen, dass wir hier nicht im Vergnügungspark sind. 

Fazit: Ein Disney-Film wie er im Buche steht. Der richtige Mix aus Unterhaltung, Familienspaß und Actionsequenzen. Leider etwas zu lang und zu CGI-aufgebauscht, aber umso erfolgreicher mit seinem Duo Blunt und Johnson. Unter dem Strich ein sehr vielversprechender Ausflug in den Amazonas.

FSK ab 12 (grün)Originaltitel:           Jungle Cruise
Produktionsland/-jahr: US 2021 Laufzeit: 127 min Genre: Abenteuer, Action, Komödie Regie: Jaume Collet-Serra Drehbuch: Michael Green, Glenn Ficarra, John Requa Kamera: Flavio Martínez Labiano Kinostart: 29. Juli 2021 (ab 30. Juli auf Disney+ mit VIP-Zugang)
Home Entertainment: -

Verleih: Walt Disney Studios Motion Pictures

 

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