TWO HEADS CREEK | Leg dich nicht mit der Familie an

Politisch inkorrekte und blutig-makabere Splatterkomödie aus Australien. Mit TWO HEADS CREEK erwartet euch eine völlig durchgeknallte Horrorkomödie im Stil von „Tucker & Dale vs. Evil“, „Shaun of the Dead“ und „Zombieland“ – also irgendwas dazwischen.

Two Heads Creek

© Busch Media Group

Inhalt

Die Suche nach ihrer leiblichen Mutter führt den ängstlichen Metzger Norman (Jordan Waller) und seine extrovertierte Zwillingsschwester Annabelle (Kathryn Wilder) nach Down Under. Doch die Einwohner der australischen Gemeinde Two Heads Creek sind ihnen von Beginn an nicht geheuer. Hier scheint etwas gehörig faul zu sein. Als das ungleiche Zwillingspaar das Geheimnis lüftet, entwickelt sich ihr Trip zu einem blutigen Schlachtfest.

Kritik

Willkommen in Down Under! Irgendwo im australischen Hinterland ist die Kacke so richtig am Dampfen. Davon ahnt der introvertierte Norman nichts, als er sich gemeinsam mit seiner ungleichen Zwillingsschwester auf den Weg macht, um die leibliche Mutter zu finden. So nobel als die Absichten im ersten Moment, so verkümmert ist die Geschichte, die nun fortan so richtig ins Rollen kommt. Ich spreche von Geschichte, obwohl es eigentlich keine gibt. Denn ich hab alles erzählt, was irgendwie erwähnenswert wäre. Der Rest dieses stupiden Streifens fokussiert sich tatsächlich auf politisch inkorrekte Inhalte. Die Australier bekommen irgendwie ihr Fett weg, was nun der ausschlaggebende Punkt ist, warum man mit TWO HEADS CREEK seine vergnüglichen Spaß haben kann. Der Film treibt jedes Klischee und jede US-amerikanische Hill-Billie-Anekdoten auf die Spitze und bedient sich dabei bei Genrelieblingen wie Shaun of the Dead oder Zombieland. Dies macht er bei Weitem nicht so innovativ und herausragend gut, aber schafft es Regisseur Jesse O’Brien für Splatter-Fans ein schönen Film zu inszenieren, der weit weg von Spannung agiert, aber Blutfontänen noch und nöcher parat hält. Es reicht überraschender Weise für eine Position vor den kritischen Rängen, denn ich habe wirklich schon deutlich schlechtere Filme gesehen, die handwerklich und inhaltlich so richtig Hirn-Durchfall sind. Two Heads Creek weckt tatsächlich Nuance eines soliden Backwood-Horrorfilms. Nur eben mit dem Touch Humor, der nicht immer sitzt, aber nobody is perfect. 

Fazit: Überzogen, überflüssig, überstrapaziert – Two Heads Creek ist dumm. Wir wollen nichts beschönigen. Aber was in den knackigen 85 Minuten an Splatter & Co geboten wird, ist so schlecht, dass es eben auch wieder gut ist. Man muss tatsächlich kein schlechtes Gewissen haben oder im Anschluss darüber empört, was man sich hier gerade angesehen hat. Er macht auf seine Art Spaß und findet garantiert den einen oder anderen Abnehmer. Und man muss es so sehen: Plot-Twists, Intrigen oder verknüpfte Charaktergeschichten gibt es nicht, also muss man sich auch nicht den Kopf zerbrechen. Klassischer Fall von: Hirn aus, Film an.

FSK 18 (rot)Originaltitel:           Two Heads Creek
Produktionsland/-jahr: AU/UK 2019 Laufzeit: 85 min Genre: Horror, Komödie Regie: Jesse O'Brien Drehbuch: Jordan Waller Kamera: Samuel Baulch Kinostart: -
Home Entertainment: 27. August 2021

Verleih: Busch Media Group

 

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