GAIA – GRÜNE HÖLLE | Es wird dich verschlingen

Verletzt, allein und orientierungslos inmitten eines unheimlichen Urwalds zu sein, löst bereits Angstzustände aus – doch was, wenn die Natur zusätzlich beginnt, sich am Menschen zu rächen? Der außergewöhnliche südafrikanische Öko-Horror-Thriller GAIA – Grüne Hölle besticht mit visuellen, sowie akustischen Effekten und liefert einen nervenaufreibenden, psychedelischen Trip!

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© SquareOne Entertainment

Inhalt

Nachdem sie auf einer Routine-Mission verletzt wurde, verliert die Park Rangerin Gabi (Monique Rockman) im Dschungel den Funkkontakt zu ihrem Kollegen Winston (Anthony Oseyemi). Die vermeintliche Rettung durch den jungen Aussteiger Stefan (Alex van Dyk) und seinen Ziehvater Barend (Carel Nel) wird immer unheimlicher, je mehr sie über die kultische Hingabe der beiden Männer zum Wald erfährt. Doch eine noch größere Gefahr lauert im Dschungel selbst, der Menschen zu verschlingen und verwandeln scheint…

Kritik

Erlesener Öko-Horror ohne viel Tamtam: GAIA – GRÜNE HÖLLE mixt Bewährtes mit Innovativem. Dabei fühle ich mich inhaltlich stark an The Girl with All the Gifts und Auslöschung erinnert. Beide Filme haben mich auf ihre Weise abgeholt, waren aber bei Weitem nicht perfekt. Gaia reiht sich da mit Sicherheit ein. Vielmehr ist es eine aufrüttelnde Expedition mit dramatischen Elementen und Wendepunkten, als ein zerreißendes Horrorspektakel. Lob gebührt tatsächlich und auch für mich überraschend, der seichten und optisch starken Erzählung. Jaco Bouwer nimmt Zitate und bastelt daraus eine völlig eigene Story und Dynamik daraus. Die Ambitionen des Films sind nicht von der Hand zu weisen, dürften aber eingefleischten Horrorfans sicherlich nicht zusagen. Gaia ist ein Kunstwerk, gerahmt von fantastisch bis spannenden Prüfungen, die Park-Rangerin Gabi auf dem Weg zur bitteren Erkenntnis meistert. Das Drehbuch hat seine Schwachstellen, doch kompensiert die exzellente Kameraarbeit und die damit einhergehenden Bilder so einiges. Die Schauspieler legen sich voll ins Zeug und man kauft die Neugier, die Besorgnis und das Leid ab. Ich tu mich allerdings schwer, dem Film eine gewisse Öko-Botschaft zu attestieren. Mit Sicherheit ist es ein Appell, der Mensch wird die Natur niemals bändigen können, aber wird das nicht konsequent bzw. ansprechender thematisiert. Die Absichten sind aber dennoch löblich. Ich verlor mich bei diese Inszenierung. Der Regenwald, die Atmosphäre und der im Hintergrund wuchernde Organismus, der im Stande ist, alles zu verschlingen, sorgen für beklemmende Gefühlslagen. Es ist keine gewöhnliche Filmkost. Gaia ist anders und setzt nicht auf Blut, Schmerz und Tränen allein. Er geht unter die Haut und berührt auf seine Art. Man muss nur bereit sein und sich darauf emotional einlassen.

Fazit: Ambitionierter Film aus Südafrika. Der seine Längen hat, aber mit herausragendem Schauspiel und audiovisueller Kraft entschädigt. Kein konventioneller Horrorfilm für die breite Masse, sondern kunstvoll in Szene gesetzter Genre-Abkömmling mit mehr Drama und Fantasy als klassischer, roher Brutalität.

FSK ab 16 (blau)Originaltitel:           Gaia
Produktionsland/-jahr: ZA 2021 Laufzeit: 96 min Genre: Horror, Drama, Fantasy Regie: Jaco Bouwer Drehbuch: Tertius Kapp Kamera: Jorrie van der Walt Kinostart: -
Home Entertainment: 24. September 2021

Verleih: SquareOne Entertainment

 

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