DOCTOR STRANGE IN THE MULTIVERSE OF MADNESS | Der Marvel-Film, den wir alle gebraucht haben

In Marvel Studios‘ DOCTOR STRANGE IN THE MULTIVERSE OF MADNESS öffnet das MCU das Multiversum und sprengt seine Grenzen wie nie zuvor – ein spektakuläres Marvel Abenteuer jenseits aller Vorstellungskraft.

.INHALT.

Nach den Ereignissen aus Spider-Man: No Way Home muss Dr. Stephen Strange (Benedict Cumberbatch) erkennen, dass sein Zauber nicht gewirkt hat und die Gefahren des Multiversums doch in seine Welt gelangt sind. Um mehr darüber zu erfahren, sucht er eine ehemalige Verbündete auf: Wanda Maximoff (Elizabeth Olsen). Diese fristet nach den Ereignissen aus WandaVision ein ruhiges und abgelegenes Leben als mittlerweile sehr mächtige Hexe.

Gemeinsam mit der Jugendlichen America Chavez (Xochitl Gomez), die die Fähigkeit besitzt sich durch die Multiversen zu kämpfen, begibt sich Strange auf eine gefährliche Reise durch die alternativen Realitäten des Multiversums. An der Seite neuer und alter magischer Verbündeter muss er sich dabei einem mächtigen Gegenspieler entgegenstellen, der ihm nur allzu vertraut vorkommt.

© Walt Disney Studios Motion Pictures Germany

.KRITIK.

Marvel, Marvel, Marvel – die Zweigstelle der Traumfabrik mit Schwerpunkt Superhelden scheint fleißiger denn je zu sein. Seit weit über einem Jahr kriegen wir sowohl Film- als auch die maximale Seriendosis. Die Comicvorlagen scheinen unerschöpflich und bieten immer wieder neue Ideen und Möglichkeiten, die Zeit nach Thanos, Iron Man und Captain America weiterzuerzählen. Wer sich anfangs Sorgen gemacht hat, dass die Reise im Marvel Cinematic Universe nun vor einem abrupten Ende stehen würde, hat sich einfach mal kurz geschüttelt und schon neuen Stoff geliefert bekommen. Während man auf der Serienebene alten und neuen Helden auf unterschiedliche Weise ihre Räume gibt, so bekommen die größten Figuren im MCU Solofilme und Sequels spendiert. Eine, auf die wohl jeder so ziemlich heiß war: DOCTOR STRANGE IN THE MULTIVERSE OF MADNESS. Hier kommt gleich eine ganze Menge zusammen. Alter Falter!

Erstmal müssen wir festhalten, dass der Marvel-Erfahrene-Spezi Sam Raimi auf dem Regiestuhl eine außerordentlich gute Arbeit abgeliefert hat. Der Horrormeister, der mit der Evil Dead-Reihe Kultstatus erlangte, genießt in Hollywood einen sehr guten Ruf und bewies mit der Fortsetzung des zaubernden Chirurgen am Ende von allem Bekannten viel Fingerspitzengefühl. Er hat dem Ganzen eine neue Note verlieren. Der Horror inklusive Jump Scares funktionieren sehr gut, wirken dabei aber nicht gezwungen. Man ließ Raimi auch viele kreative Freiheiten und tun dem Film gut sowie erweisen sie sich als Frischenzellenkur für das MCU. Es ist eine neue und notwendige Facette, die bis dato einfach gefehlt hat. Die Düsternis in ihrer reinsten Form gepaart mit komischen und actiongeladenen Elementen ist hervorragend ausbalanciert. So sehr, dass an der einen oder anderen Stelle sogar ein Raimi ein kleines Zitat seiner beliebten Evil Dead-Filme platzieren konnte. Es passt einfach.

Worauf darf sich der findige Zuschauer noch so alles freuen? Zombie-Strange, gewiss. Aber der Film schlägt neue Türen auf – was ich sehr begrüße. Hinzukommt, dass der Film fast schon ein Zweiteiler ist. So erleben wir Wanda Maximoff alias Scarlet Witch nochmal ganz anders. Auch die Auswirkungen ihrer gescheiterten Familienzusammenführung und dem Duell mit Agatha Harkness. Denn auch in ihrem Kosmos ist viel los und bedarf Aufklärung, die sogar weitreichend mit Stranges Struggle einhergeht. Doch dann nimmt auch Dr. Stephen Strange immer mehr ein und erkundet das Multiversum auf der Suche nach einer Lösung, um alles wieder ins Lot zu bringen. Dass das natürlich kein Spaziergang ist, versteht sich von selbst und so trifft er auf einen elitären Kreis, der Freund oder Feind zu sein scheint. Ja, in zwei Stunden passiert so viel und man hätte durchaus auch noch mehr erzählen und zeigen können. Aber wirkt dann am Ende doch alles so abgeschlossen und ausreichend.

Benedict Cumberbatch ist wie immer herausragend und wirkt gefühlt reifer als es noch in Spider-Man: No Way Home der Fall war. Ich gebe ihm auch maßgeblich die Schuld an der Misere in der sich nun Peter Parker befindet. Aber darüber lässt sich bekanntermaßen streiten. Ansonsten sehen wir auch einen Benedict Wong in alter Manier wieder. Eine grimmig dreinschauende Elizabeth Olsen sowie eine ambitionierte Xochitl Gomez als „America Chavez“ bringen da die entscheidende Würze rein. Man muss schon sagen, nach Moon Knight eine wirklich gelungene Fortführung der düsteren Inszenierung, die Lust auf mehr macht. Ich kann es kaum erwarten, wenn dann auch der Daywalker Blade ins Geschehen eingreift. Muhahahaha!

.FAZIT.

Ich teile die Meinung meiner Kritiker-Kollegen: Doctor Strange in the Multiverse of Madness ist der wohl verrückteste Marvel-Film – bis dato. Regisseur Sam Raimi hat es geschafft, die Werte des Marvel Cinematic Universe zu wahren und gleichzeitig ihm einen völlig neuen Touch zu verleihen. Mega-Inszenierung, Mega-Darsteller, Mega-Effekte! Und bleibt bitte sitzen, es gibt zwei Post-Credit-Szenen. Ihr seid hiermit offiziell informiert worden.



OriginaltitelDoctor Strange in the Multiverse of Madness
Produktionsland/-jahrUSA 2022
Laufzeit126 min
GenreAction, Fantasy, Abenteuer
RegieSam Raimi
DrehbuchMichael Waldron
KameraJohn Mathieson
Kinostart4. Mai 2022
Home Entertainment
VerleihWalt Disney Studios Motion Pictures Germany

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