BELIEVER | Die knallharte Jagd nach Südkoreas „Most Wanted“

Der Nummer 1 Box Office Hit aus Südkorea: BELIEVER lockte über 5 Millionen Besucher ins Kino und nun gibt es den knallharter Action-Thriller voller Suspense und Twists auch in Deutschland zu sehen.

.INHALT.

Drogenfahnder Jo Won-ho (Cho Jin-woong) ist seit langem auf der Jagd nach dem mysteriösen Drogenkartell-Boss „Mr. Lee“, dessen wahre Identität niemand kennt. Der Tod einer von Jo rekrutierten Drogenhändlerin und ein Bombenanschlag führen ihn zu dem Kartellmitglied Seo Yeon-rak (Ryu Jun-Yeol). Der wortkarge junge Mann hat bei der Detonation seine Mutter verloren. Deswegen ist er bereit, mit der Polizei zusammenzuarbeiten, um sich an dem schattenhaften Mr. Lee zu rächen. Dabei wagen sich Jo und Seo undercover in die Höhle des Löwen. Psychopathische Gangsterbosse, ein einflussreicher religiös-fanatischer Millionär und eine heimtückische Droge bringen die beiden in tödliche Gefahr.

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.KRITIK.

Nach dem Tod einer Informantin, setzt ein Polizist alles daran, den Kopf eines Drogenimperiums zu Fall zu bringen. Mit der Unterstützung eines jungen Kartellmitarbeiters, der bei den skrupellosen Aufräumarbeiten des Big Boss‘ beinahe seine Mutter und sein eigenes Leben verloren hätte, macht er sich auf, die Drahtzieher zu finden. Doch bevor es soweit ist, müssen sie zunächst das Vertrauen unberechenbarer Mittelsmänner gewinnen, was sich als äußerst schwierig herausstellt.

Mit BELIEVER schlägt Regisseur Lee Hae-young in die gleiche Kerbe actionreicher Filme „Made in Südkorea“. Mittlerweile wisst ihr, wie sehr mich Filme aus Südkorea begeistern. Erst vor Kurzem hatte ich meinen Spaß mit The Outlaws [ Kritik zum Nachlesen ]. Don Lee hat sich charismatisch und spritzig verkauft, und das macht einfach Lust auf mehr. Natürlich brauch ich auch Inhalt. Eine Substanz, mit der ich arbeiten kann. Ab und an lassen südkoreanische Filme dies durchaus vermissen, dennoch bin ich überrascht, mit welcher Intensität produziert und inszeniert wird. Believer reiht sich da definitiv ein, wenngleich ich ihn als etwas Schwäche einschätze, als beispielsweise The Outlaws.

Optisch und atmosphärisch ist Believer von Beginn an ein Feuerwerk. Setting, Choreografien, Kamera und Ton gehen Hand in Hand und sind der Dynamik äußerst zuträglich. Es bleibt kaum Luft zum Atmen. Das Tempo ist somit hoch, wenngleich inhaltlich wenig Akzente gesetzt werden können. Immerhin bleibt es spannend. Dennoch nutzt sich diese Thematik irgendwann einfach ab. Hinzu kommt die doch recht üppige Spielzeit von über zwei Stunden. Diese dürften aber reine Actionfreunde nicht abschrecken.

Was ich jedoch als besonders positiv empfand: die mitunter fast schon teuflische Grundstimmung, die immer mal wieder in kurzen, aber heftigen Gewaltausbrüchen gipfelt. Damit kann er wiederum Akzente setzen, was zu einer gewissen Balance führt.

.FAZIT.

Während die Story eher Mittel zum Zweck ist, reißt das stramme Erzähltempo und die ordentliche Action bei Believer viel raus. Cho Jin-woong und Ryu Jun-yeol harmonisieren sehr gut und beeindrucken mit einer sehr guten Performance, was den hohen qualitativen Anspruch, den südkoreanische Filme seit Jahren verfolgen, untermauert.



OriginaltitelDokjeon
Produktionsland/-jahrSüdkorea 2018
Laufzeit123 min
GenreAction, Thriller, Krimi
RegieHae-Young Lee
DrehbuchJung Seo-Kyoung
KameraTae-kyung Kim
Kinostart
Home Entertainment24. Juni 2022
VerleihBusch Media Group