COCAINE SHARK | Trash-Fest aus der Tiefe

Mafia plus Drogen plus Hai ergibt: einen durchgeknallter Creature-Thriller namens COCAINE SHARK. Nach dem Schauspielerin und Regisseurin Elizabeth Banks uns den kokainsüchtigen Bären schenkte, liefert Trash-König Mark Polonia Nachschub der Kategorie „besonders billig, aber dafür umso unterhaltsamer“.

.INHALT.

Was könnte noch gefährlicher sein als ein kokainsüchtiger Bär? Ganz einfach: Ein drogensüchtiger Hai, der durch die Experimente eines skrupellosen Drogenbarons zur gemeingefährlichen Bestie mutiert ist. Eine Gruppe von Urlaubern gerät ins Visier des Monsters und muss ums Überleben kämpfen.

©️ Busch Media Group

.KRITIK.

Filmmüll! Eine ganz eigene Welt, in die sich nur die wenigsten Menschen trauen. Die Produktionsfirma Asylum hat hieraus einen ganz eigenen Markt gemacht, in dem hohle Eigenproduktionen oder Abklatsch-Filmchen von berühmten Hollywood-Blockbustern ins Rennen geschickt werden. Der wohl populärste unter ihnen: Sharknado. Doch trotzen die Filme jeglicher Kritik. Sie werden sogar gefeiert. In Zeiten, in der kaum Neues dem Zuschauer angeboten wird, genügt man sich auch mit Dingen aus der untersten Schublade. Aber das Konzept geht auf. Der Geschäft mit den schnell und billig produzierten Filmen boomt. Zumal sie den Filmemachern ungeahnte kreative Freiräume schenken. Über das Ergebnis lässt sich streiten, aber ich bin einer dieser Konsumenten, die sich auch mal 80 Minuten Trash geben und darüber -ohne nachzudenken – abfeiern. Das tut gut!

Nun, warum auch immer Haie so beliebt sind, hat COCAINE SHARK den Weg in mein Sichtfeld gefunden. Da ich den bereits erwähnten Cocaine Bear ziemlich witzig und abgedreht fand, wollte ich wissen, was es da noch so für drogensüchtige Tierchen da draußen gibt. Ich sage gleich vorweg: wer sich diesen Film gibt, weiß ganz genau, worauf er sich einlässt. Wer hier mit „Erwartungen“ rangeht, kann sich gleich seine Kuscheldecke holen und ein Mittagsschläfchen machen. Der Film ergibt von Anfang bis Ende keinen Sinn. Sieht optisch Scheiße aus. Und hebt den Ausdruck „hanebüchen“ auf ein neues Level. Aber eben das ist der Reiz. Wer durch Glanz und Gloria völlig verwöhnt ist, genießt diesen Film als eine Art Urlaub. Er schifft sich Thriller, ist aber bis zur letzten Sekunde unfreiwillig komisch. Ich bin gestorben.

Sicherlich sind die Bewertung blöd und man schimpft darüber, wie man für eine derartige Produktion Geld ausgeben kann. Aber Trashfilme sind etwas ganz Besonderes. Für viele mögen sie auch ein Guilty Pleasure sein. Einfach mal alles hinter sich lassen – den ganzen Ernst – und sich der illustren Unterhaltung eines Cocaine Shark hingeben. Es mag anfangs ein wenig wehtun in den Augen und Ohren, aber ist der Film so erheiternd, dass man schnell seine Vorurteile dem Hai zum Fraß vorwirft. Also denkt nicht so viel darüber nach und gönnt euch.

.FAZIT.

80 Minuten feinster Trash für die Sinne. Hier ergibt alles keinen Sinn, er ist mehr Comedy als Horrorthriller und nimmt sich selbst so unglaublich unernst Ernst, dass er dadurch schon wieder gut ist. Macht euch nichts vor, wenn ihr Cocaine Shark schaut. Als ob ihr jetzt eine gut durchdachte Hochglanz-Produktion erwartet hättet. Eine reine „Kopf aus, Film an“-Geschichte! Einfach mal auf sich wirken lassen.



OriginaltitelCocaine Shark
Produktionsland/-jahrUSA 2022
Laufzeit87 min
GenreHorror, Thriller
RegieMark Polonia
DrehbuchBando Glutz
KameraPaul Alan Steele
Kino
Home Entertainment3. November 2023
VerleihBusch Media Group

Kommentar verfassen