Von der Bestseller-Autorin von „Wunder“ kommt mit WHITE BIRD die berührende und inspirierende Geschichte einer Freundschaft voller Wärme und Magie. Regisseur Marc Forster inszeniert gekonnt diese zeitlose und zu Herzen gehenden Geschichte einer tiefen Freundschaft und Rettung.
.INHALT.
New York, Gegenwart: Julian (Bryce Gheisar) ist wegen Mobbings von seiner Schule verwiesen worden. Seine Großmutter Sara (Helen Mirren) möchte ihrem Enkel helfen und beschließt daher, ihm zum ersten Mal die Geschichte ihrer eigenen Jugend zu erzählen. Sie spricht selten darüber, doch jetzt ist es ihr wichtig, um in Julian etwas zu verändern. Die Erzählung beginnt in Frankreich Anfang der 1940er Jahre. Sara wächst glücklich und behütet im kleinen Ort Aubervilliers aux Bois in Frankreich auf. Mit der Besetzung des Landes durch die deutschen Truppen ändert sich das schlagartig. Deutsche Soldaten durchsuchen Saras (Ariella Glaser) Schule nach jüdischen Kindern. Dank der Hilfe ihres Mitschülers Julien (Orlando Schwerdt) gelingt Sara die Flucht. Julien bringt Sara bei seinen Eltern (Gillian Andersen und Jo Stone-Fewings) in Sicherheit und die Familie versteckt das Mädchen in ihrer Scheune. Mehr als ein Jahr vergeht und zwischen Sara und Julien entsteht eine tiefe Freundschaft. In dieser Zeit wird die Scheune zu einem magischen Zufluchtsort. Die beiden schaffen sich darin durch die Macht der Fantasie eine eigene Welt. Doch die Gefahr der Entdeckung ihres Verstecks rückt unerbittlich näher.
.KRITIK.
Der Film WHITE BIRD entführt uns in die Zeit der Naziherrschaft, in der es immer wieder Menschen gab, die verfolgten Jüdinnen und Juden Unterschlupf gewährten. Dieses Thema wurde bereits vielfach im Kino behandelt. Doch “White Bird” geht einen anderen Weg. Genauer gesagt bekommen wir von Regisseur Marc Forster einen Blickwinkel präsentiert, der mit der Tradition vergleichbarer Filme bricht.
Im Mittelpunkt der Geschichte steht Julian Albans, der bereits aus dem Film Wunder bekannt ist. Julian hatte einst den entstellten Fünftklässler Auggie gemobbt. Nun ist er an einer neuen Schule, als überraschend seine Oma Sara aus Paris zu Besuch kommt. Sara ist eine Künstlerin, und zu ihren Ehren wird in New York eine Retrospektive gezeigt. Doch sie hat auch eine wichtige Lektion für ihren Enkel: Sie erzählt ihm von ihrer eigenen Vergangenheit während des Holocausts in Frankreich. Dank des Mutes eines Klassenkameraden und seiner Eltern konnte sie dem Schicksal entkommen.
Regisseur Marc Forster (World War Z) inszeniert diese erzählenswerte Geschichte über die Kraft der Menschlichkeit in finsterer Zeit. Dabei verwebt er die Vergangenheit mit der Gegenwart und zeigt, wie eine Großmutter ihrem Enkel eine Lehre fürs Leben erteilt. Helen Mirren brilliert in der Rolle der Oma Sara, und die Rückblenden in die 1940er Jahre sind bewegend und eindrucksvoll.
White Bird basiert auf der gleichnamigen Graphic Novel von Raquel J. Palacio, die bereits mit ihrem Bestseller-Roman „Wunder“ große Erfolge feierte. Der Film verknüpft die beiden Geschichten auf geschickte Weise und erzählt von Mut, Menschlichkeit und der Bedeutung von Toleranz – eine wichtige Botschaft, die jedoch manchmal etwas zu didaktisch präsentiert wird.
.FAZIT.
Auch wenn White Bird ein Spin-off von Wunder ist, geht der Film dennoch einen ganz eigenen Weg. Er erzählt uns eine bewegende Geschichte über das Überwinden von Vorurteilen und die Stärke der Menschlichkeit und zeigt uns unter anderem eine beeindruckende Helen Mirren, die als Oma Sara absolut brilliert.
| Originaltitel | White Bird |
| Produktionsland/-jahr | USA 2023 |
| Laufzeit | 120 min |
| Genre | Abenteuer, Biografie, Drama |
| Regie | Marc Forster |
| Drehbuch | Mark Bomback, R.J. Palacio (Novel) |
| Kamera | Mátyás Erdély |
| Kino | 11. April 2024 |
| Home Entertainment | – |
| Verleih | LEONINE Studios |

