Oliver Stones Biopic THE DOORS aus dem Jahr 1991 thematisiert die Geschichte der legendären Rockband „The Doors“ und insbesondere den Werdegang des charismatischen Sängers Jim Morrison, der von Val Kilmer dargestellt wird
.INHALT.
Für die einen ein Gott, für die anderen die Ausgeburt des Teufels: Jim Morrison (Val Kilmer), der legendäre Frontmann von „The Doors“, liebt den rauschhaften Tanz am Rande des Abgrunds. Sein Leben ist eine explosive Mischung aus Leidenschaft, Wut, Selbstzerstörung und Todessehnsucht. Als er mit nur 27 Jahren stirbt, hat Jim Morrison mit dem einzigartigen Sound der Doors bereits eine ganze Generation geprägt und ein unsterbliches musikalisches Erbe hinterlassen.
.KRITIK.
THE DOORS von Oliver Stone ist ein faszinierendes Biopic, das die Aufstiege und Abgründe der legendären Rockband „The Doors“ einfängt. Stone taucht tief in das Leben des charismatischen Frontmanns Jim Morrison ein und liefert ein intensives Porträt eines Mannes, der gleichermaßen zwischen Genie und Wahnsinn lebte.
Die Darstellung von Morrison durch Val Kilmer ist eindringlich und bemerkenswert. Kilmer, der dank seines Auftritts im Kultfilm Top Gun an der Seite von Tom Cruise auch in Hollywood endgültig seinen Durchbruch feiern konnte, fängt nicht nur Morrisons exzentrische Persönlichkeit ein, sondern bringt auch seine emotionale Komplexität und seine dunklen Seiten authentisch zum Vorschein. Die Performance ist so überzeugend, dass man sich manchmal fragt, ob man den echten Morrison vor sich hat. Mal ganz davon abgesehen das Kilmer eine unglaubliche Ähnlichkeit mit Morrison besitzt.
Stone fängt die wilde, psychedelische Atmosphäre der 60er Jahre visuell und musikalisch perfekt ein, und lässt den Zuschauer in die Zeit eintauchen, als „The Doors“ zu Ikonen der Gegenkultur wurden. Die allgemeine Gestaltung und Bildsprache des Films ist unglaublich gut und wird durch eine mitreißende Filmmusik verstärkt, die die zeitlose Kraft der Musik von „The Doors“ einfängt.
Allerdings ist der Film nicht frei von Kritik. Stone neigt dazu, Morrisons Selbstzerstörung und Drogenmissbrauch zu romantisiert darzustellen, anstatt sie kritisch zu hinterfragen. Es wird somit nicht nur toleriert, sondern wird fast schon als eine Art Stilmittel verwendet. Ebenso wird auch Stone dahingegen kritisiert, dass er sich zu sehr dem Mythos von Morrison annimmt ohne dabei auch die anderen Bandmitglieder und deren Geschichte adäquat abzubilden. In diesem Kontext vermisst man dann auch die tiefgründige Auseinandersetzung mit der musikalischen Bedeutung von „The Doors“.
.FAZIT.
The Doors ist ein fesselndes Biopic, das sowohl Fans der Band als auch Zuschauer, die mit der Musik weniger vertraut sind, durchaus gefallen dürfte. Stone fängt die Essenz von „The Doors“ auf beeindruckende Weise ein und liefert ein intensives Portrait einer der einflussreichsten Bands der Rockgeschichte. Allerdings verliert sich der Filmemacher dabei zu sehr im Mythos Morrison, der über allem zu schweben scheint.
| Originaltitel | The Doors |
| Produktionsland/-jahr | Frankreich, USA 1991 |
| Laufzeit | 140 min |
| Genre | Biografie, Drama, Musik |
| Regie | Oliver Stone |
| Drehbuch | Randall Jahnson, Oliver Stone |
| Kamera | Robert Richardson |
| Kino | 2. Mai 1991 |
| Home Entertainment | 15. Oktober 2002 (DVD) |
| Verleih | STUDIOCANAL |

