THE VELOCIPASTOR – DIE KLAUE GOTTES | God Save the Dinosaur

Skurril, blutig, kultig – DER virale Trash-Hit: THE VELOCIPASTOR – ein Film, der sich selbst nicht allzu ernst nimmt und genau deshalb so unterhaltsam ist.

.INHALT.

Der trauernde Pastor Doug (Gregory James Cohan) zweifelt an seinem Glauben und reist nach China. Zufällig gelangt er an eine Kralle mit magischen Kräften, die ihn in einen Dinosaurier verwandelt! Gottesdiener bei Tag, rasender Rex bei Nacht: Der VelociPastor! Zusammen mit der barmherzigen Bordsteinschwalbe Carol (Alyssa Kempinski) nimmt Doug den Kampf gegen Zuhälter und tödliche Ninjas auf!

©️ Busch Media Group

.KRITIK.

THE VELOCIPASTOR ist eine wilde und absurde Achterbahnfahrt des schlechten Geschmacks, dass die Synapsen von Trashfilm-Liebhabern durchbrennen lässt. Der Film ist so herrlich dumm, dass er schon wieder richtig klug erscheint. Auf so eine Idee muss man auch erst mal kommen…

Die Handlung dreht sich um einen Priester, der nach dem Tod seiner Eltern seinen Glauben hinterfragt und daraufhin nach China reist, um sich neu zu finden. Dabei kommt er in den Besitz einer mystischen Kralle, die ihm die Fähigkeit verleiht, sich in einen Dinosaurier zu verwandeln. Für diejenigen, die es noch nicht verstanden haben: ein PRIESTER verwandelt sich in einem DINO. Klingt schon absurd und könnte im besten Fall kindlicher Fantasie entsprungen sein, aber tatsächlich war hier ein „seriöser“ Filmemacher am Werk. Doch gerade diese Absurdität macht den Film so unterhaltsam. Von den billigen Spezialeffekten bis hin zu den lächerlichen Dialogen ist The Velocipastor ein Meisterwerk des Trashkinos und gibt wirklich Vollgas, Vater einer ganzen Bewegung zu werden.

Die Schauspieler scheinen sich voll und ganz auf die alberne Prämisse des Films einzulassen und liefern dabei herrlich übertriebene Darbietungen ab. Ich muss auch gestehen, dass ich hier nur mit Zähneknirschen von „Schauspiel“ reden kann. Denn eigentlich sieht der Film 85 Minuten wie ein aufgeschreckter Hühnerhaufen aus.

Die Regie von Brendan Steere verdient Respekt. Respekt dafür, dass er den Film mit einem herrlich schrägen Sinn für Humor inszeniert hat und sich gar nicht erst die Mühe macht, auf irgendeine Art hochoffiziell zu wirken. Jede Szene ist vollgepackt mit unfreiwilliger Komik und absurdem Nonsens, der die Zuschauer zum Lachen bringt – aus Verzweiflung oder tatsächlicher Anerkennung.

.FAZIT.

The Velocipastor raubt mir sämtliche Hirnzellen. Ein Sammelsurium von Albernheiten und preisverdächtigen Unsinn, der es trotzdem versteht, Menschen zu begeistern. Klar ist, dass der Film eine ganz bestimmte Zielgruppe anspricht und sich in seiner gesamten Erscheinung selbst nicht ernst nimmt, und beachtet ihr dies ebenfalls, so habt ihr wahrlich eine Perle des Trashfilms vor euch, der in flockigen 85 Minuten ein Feuerwerk zündet. Ich betone noch mal: ein PRIESTER verwandelt sich in einen DINO.



OriginaltitelThe VelociPastor
Produktionsland/-jahrUSA, China 2018
Laufzeit85 min
GenreAction, Abenteuer, Komödie
RegieBrendan Steere
DrehbuchBrendan Steere
KameraJesse Gouldsbury
Kino
Home Entertainment2. Mai 2024
VerleihBusch Media Group

Kommentar verfassen