Regisseur Fede Álvarez und Erfolgsproduzent Ridley Scott führen mit dem Sci-Fi-Horrorfilm ALIEN: ROMULUS die Kultfilmreihe zurück zu ihren Wurzeln: Während eine Gruppe junger Weltraumkolonisten in den Tiefen des Universums eine verlassene Raumstation plündert, trifft sie auf die unerbittlichste und tödlichste Lebensform des Universums. Es beginnt ein nervenzerfetzender Kampf ums Überleben.
.INHALT.
Eine Gruppe junger Weltraumkolonialisten, die das Weltall nach allem durchsuchen, was sich finden und vielleicht zu Geld machen lässt, glaubt, einen Volltreffer gelandet zu haben. Rain (Cailee Spaeny), Andy (David Jonsson), Tyler (Archie Renaux), Kay (Isabela Merced), Bjorn (Spike Fearn) und Navarro (Aileen Wu) sind auf eine scheinbar völlig verlassene Station namens Romulus im All gestoßen. Das Besondere: An Bord befinden sich jede Menge Schätze, die sich gut verkaufen lassen. Doch auf der gigantischen Raumstation angekommen, wird ihnen schnell klar, dass es einen Grund hat, dass keine Menschen mehr zu gegen sind. Schon bald macht die junge Gruppe Bekanntschaft mit der gefährlichsten und furchteinflößendsten Kreatur, die es im ganzen Universum gibt. Ein brutaler Kampf um Leben und Tod beginnt.
.KRITIK.
Fede Álvarez gelingt mit ALIEN: ROMULUS, die DNA des Alien-Franchise einzufangen, indem es sowohl die beklemmende Atmosphäre des Originals von Ridley Scott aus dem Jahr 1979 als auch die actiongeladene Intensität von James Camerons Aliens (1986) miteinander verbindet. Das neue Kapitel spielt zeitlich zwischen diesen beiden Klassikern und fühlt sich wie eine Rückkehr zu den Wurzeln des Franchise an, ohne auf einige moderne Akzente zu verzichten.
Die Handlung spielt auf einem entlegenen Planeten, irgendwo in einer düsteren Minenkolonie, die von den Machenschaften des Weyland-Yutani-Konzerns beherrscht wird. Eine Gruppe junger Minenarbeiter versucht, der Unterdrückung zu entkommen, nur um auf einem verlassenen Raumschiff auf den perfekten und zu gleich tödlichen Organismus zu stoßen. Dabei werden die bekannten Zutaten der Reihe – Xenomorphs, Facehugger Chestburster und unheimliche Geschichten – mit neuen kreativen Ideen angereichert, etwa einer weiterentwickelten Lebensphase der Aliens.
Technisch beeindruckt der Film mit dunkler, atmosphärischer Beleuchtung, die den klaustrophobischen Stil des Originals einfängt, sowie einer Kombination aus praktischen Effekten und gut eingesetztem CGI. Galo Olivares’ Kameraführung und Benjamin Wallfischs eindringlicher Soundtrack heben die dichte Atmosphäre weiter hervor. Dennoch macht sich die Fanservice-Problematik bemerkbar, insbesondere bei der Wiederverwendung berühmter Dialoge und der computergenerierten Wiederauferstehung eines bekannten Charakters, was die Narrative gelegentlich unnötig überfrachtet.
Im Kontext der gesamten Reihe zeigt Alien: Romulus, warum das Franchise seit über vier Jahrzehnten fesselt. Es bleibt der Mischung aus Körperhorror, kosmischer Mystik und Kapitalismuskritik treu, wie sie von Ridley Scott und James Cameron einst etabliert wurde. Während spätere Filme wie Alien 3 oder Prometheus das Publikum spalteten, geht dieser Film gezielt den Weg der Konsolidierung: Er zollt früheren Filmen Tribut, erweitert aber gleichzeitig die Mythologie der Reihe.
.FAZIT.
Alien: Romulus ist kein revolutionärer, aber ein würdiger Eintrag in die Reihe. Für Fans ist der Film ein Muss; für Neulinge ein intensiver Einstieg in die Welt des außerirdischen Schreckens.
| Originaltitel | Alien: Romulus |
| Produktionsland/-jahr | USA, Großbritannien, Neuseeland, Ungarn, Australien, Kanada 2024 |
| Laufzeit | 119 min |
| Genre | Science-Fiction, Horror, Thriller |
| Regie | Fede Alvarez |
| Drehbuch | Dan O’Bannon, Ronald Shusett, Fede Alvarez |
| Kamera | Galo Olivares |
| Kino | 15. August 2024 |
| Home Entertainment | 13. Dezember 2024 |
| Verleih | 20th Century Studios/LEONINE Studios (Vertrieb) |

