Nach Jahren des Wartens kehrt Donkey Kong auf die Bühne zurück – stärker, lauter und völlig außer Rand und Band. DONKEY KONG BANANZA ist das erste große Switch-2-Abenteuer des legendären Gorillas – ein Action-Plattformer, der klassische Donkey-Kong-Energie mit modernen Sandbox-Elementen verbindet.





.ZUM SPIEL.
Nach einem mysteriösen Erdbeben wird die friedliche Insel Donkey Kongs buchstäblich aus den Angeln gehoben. In den neu entstandenen Erdspalten entdeckt er zusammen mit Pauline eine unterirdische Welt voller alter Maschinen, glühender Lavafelder und geheimnisvoller Ruinen. Dort liegt das Herz – der sogenannte Planentenkern – eine Energiequelle, die unkontrolliert pulsiert und droht, die ganze Insel zu verschlingen.
Was als Rettungsmission beginnt, wird schnell zu einer wahren Abriss-Expedition: Donkey Kong gräbt, schlägt und sprengt sich durch die Gesteinsschichten, um die Quelle zu finden. Pauline steht ihm dabei mit neuen Werkzeugen, cleveren Gadgets und technischer Raffinesse zur Seite. Gemeinsam entdecken sie vergessene Affenstädte, uralte Maschinenwesen und eine Schar kauziger Gegner, die zwischen Scherz und Gefahr pendeln.
Am Ende steht nicht nur der Kampf um die Rettung der Insel, sondern auch die Erkenntnis, dass selbst ein Affe mit Fäusten aus Stahl manchmal etwas Feingefühl braucht.
.TEST.
Ein Affe verteilt wieder Vitaminbomben
Es hat etwas Beruhigendes, wieder das rhythmische Trommeln von Donkey Kongs Fäusten zu hören. Nach Jahren der Stille, in denen der große Gorilla meist im Schatten von Mario und Co. stand, feiert er endlich sein Comeback – und das gleich auf der Nintendo Switch 2 mit besonders viel Wucht. DONKEY KONG BANANZA ist kein Nostalgieausflug, kein müder Aufguss bekannter Dschungel-Level. Es ist ein explosives, manchmal herrlich chaotisches Abenteuer, das den Begriff „Plattformer“ so weit dehnt, dass man fast vergisst, wie bodenständig diese Reihe einmal war.
Schon die ersten Minuten sind ein Statement: Statt Palmenstrand und Bongo-Beats verschlägt es Donkey Kong und seine neue Partnerin Pauline in die Tiefen einer uralten Erdschicht – eine Welt aus Gestein, Lava und Goldadern, die nur darauf wartet, zerschmettert zu werden. Und genau das ist das Stichwort: Zerstörung. In Donkey Kong Bananza ist sie kein Beiwerk, sondern Kern des Spiels. Yippie!
Ein Affe, der die Welt auseinanderreißt
Nintendo lässt mich von der Leine. Auch wenn ich erst einige Monate nach dem Release ins Abenteuer tauchen kann, so habe ich keinen Tag von meiner Vorfreude verloren. Ich springe, ramme, schleudere, reiße alles auseinander – und mit jeder Bewegung scheint die Spielwelt zu atmen. Ganze Felsformationen brechen unter meinen Fäusten auseinander, Plattformen zerfallen, neue Wege entstehen. Es ist ein herrlich befreiendes Gefühl, das an alte Sandbox-Momente erinnert, nur eben mit dem unverwechselbaren Charme eines Nintendo-Abenteuers.
Dabei fühlt sich alles erstaunlich flüssig an. Der Übergang zwischen Zerstören, Erkunden und Sammeln funktioniert nahtlos. Ich verliere mich in unterirdischen Höhlen, stoße auf Relikte einer vergessenen Affenzivilisation, finde versteckte Gänge voller Bananen und Bonusräume. Donkey Kong Bananza schafft das Kunststück, klassische Levelstrukturen mit einer „fast“ offenen Spielweise zu verbinden – ohne mich zu überfordern.
Pauline, Power und eine Prise Wahnsinn
Was mich besonders überrascht hat, ist die Dynamik zwischen Donkey Kong und Pauline. Sie ist weit mehr als eine Begleiterin – sie ist in gewisser Weise das Herzstück des Abenteuers. Während DK mit Muskelkraft alles zerschlägt, bringt Pauline technisches Geschick und Charme ins Spiel. Ihre Gadgets eröffnen kreative Lösungswege: Sprengladungen, Haken, Schallwellen – es fühlt sich an, als würde ich zwei Spielstile gleichzeitig meistern.
Und dann gibt’s da noch die „Bananza-Form“ – eine Art Supermodus, bei dem Donkey Kong selbst zur Naturgewalt wird. Riesig, golden, unaufhaltsam. Ja, es ist absurd. Aber es ist auch genau die Sorte von Nintendo-Magie, die man spürt, ohne sie erklären zu müssen. Ich habe selten so breit gegrinst wie beim ersten Mal, als ich im Bananza-Modus eine ganze Höhlenwand eingerissen habe.
Eine Welt in (fast) perfekter Bewegung
Optisch schöpft Donkey Kong Bananza das Potenzial der Nintendo Switch 2 konsequent aus. Die Texturen sind gestochen scharf, die Farbpalette leuchtet – ohne übertrieben bunt zu wirken. Besonders beeindruckend ist, wie lebendig die Welt wirkt: Partikel, Staub, sich verformender Boden – alles reagiert auf meine Aktionen. Wenn sich nach einem besonders wuchtigen Schlag ganze Steinlawinen lösen, spürt man förmlich die Wucht des Moments.
Allerdings: Die Performance kommt bei dieser Zerstörungsorgie gelegentlich ins Schwitzen. In dicht bevölkerten Gebieten oder während der Bananza-Transformation sackt die Bildrate kurz ab. Das passiert selten, aber es fällt auf – gerade, weil der Rest so butterweich läuft.
Spaßfaktor statt Stressfaktor
Was ich an Donkey Kong Bananza liebe, ist sein Rhythmus. Es ist kein Spiel, das mich bestraft, sondern eins, das mich belohnt. Ich muss nichts auswendig lernen, keine pixelgenauen Sprünge meistern. Stattdessen experimentiere ich, probiere aus, entdecke. Der Schwierigkeitsgrad ist moderat, fast schon freundlich – manchmal vielleicht zu freundlich (gerade in Bosskämpfen). Wer den Anspruch älterer DK-Titel sucht, könnte hier ein bisschen unterfordert sein.
Doch das passt zum Gesamtgefühl: Donkey Kong Bananza ist kein Test, sondern eine Einladung. Eine Aufforderung, wieder zu staunen, zu lachen, einfach Spaß zu haben. In einer Zeit, in der viele Spiele auf Realismus und Härte setzen, ist das eine willkommene Erinnerung daran, wie leichtfüßig Videospiele sein können.
Technischer Feinschliff und Ohrwurmgefahr
Der Soundtrack verdient ein eigenes Lob. Zwischen jazzigen Trommelrhythmen, treibenden Synth-Beats und einem nostalgischen Hauptthema entfaltet sich ein akustisches Fest. Die Musik reagiert dynamisch auf das Spielgeschehen – wenn Pauline eine Maschine aktiviert oder Donkey Kong eine Wand sprengt, pulsiert der Beat mit. Dazu kommen kleine Sounddetails, die Nintendo-typisch sitzen: das Knistern zerfallender Felsen, das Echo in den Höhlen, das zufriedene Grunzen nach einem erfolgreichen Sprung.
Kleines Manko: Einige Levelabschnitte wirken leicht überladen. Zu viele Partikeleffekte, zu viele Explosionen – manchmal verliert man kurz den Überblick. Aber das Chaos ist Teil des Charmes. Donkey Kong Bananza ist laut, wild und manchmal zu viel – so wie Donkey Kong selbst.
.FAZIT.
Donkey Kong Bananza ist das pure Gegenteil von Stillstand. Es ist ein vibrierendes, launiges Abenteuer, das mit jeder Sekunde Lebensfreude versprüht. Es ist kein perfektes Spiel – dafür ist es zu ungestüm, zu verspielt –, aber genau das macht es wiederum auch so sympathisch.
Ich habe gelacht, gestaunt und mich dabei ertappt, wie ich nach jedem Level noch „eine Runde mehr“ spielen wollte (Vorsicht: Suchtgefahr!). Und das, obwohl die Herausforderungen selten wirklich schwer waren. Doch Donkey Kong Bananza will mich nicht besiegen – es will mich unterhalten. Und das gelingt ihm mit Bravour.
Ob es den Kauf einer Nintendo Switch 2 rechtfertigt? Wenn du Donkey Kong liebst, auf kreative Zerstörung stehst und dich gern in bunte Welten fallen lässt – absolut.
| Genre | Jump ’n‘ Run, Action-Adventure |
| Entwickler | Nintendo |
| Publisher | Nintendo |
| Veröffentlichung | 17. Juli 2025 |
| Plattform | Nintendo Switch 2 |
