MISSION: MÄUSEJAGD | Festlich, verspielt und ein bisschen wild

Weihnachten steht vor der Tür – und diesmal wird unterm Baum nicht nur gesungen. In MISSION: MÄUSEJAGD treffen Feststimmung und tierischer Überlebensgeist aufeinander – mit viel Herz, Humor und einer ordentlichen Portion Nager-Charme.

.INHALT.

Wie jedes Jahr freuen sich die neugierige Maus Lea (dt. Stimme: Lina Larissa Strahl) und ihre Familie auf ein gemütliches Weihnachtsfest. Doch ausgerechnet kurz vor Heiligabend wird die Ruhe gestört, als sich unerwartet Menschen in ihrem Haus niederlassen: Mikkel und seine Familie haben das seit Langem leer stehende Anwesen geerbt, in dem sie nun gemeinsam die Feiertage verbringen wollen. Fest entschlossen, den Eindringlingen einen Strich durch die Rechnung zu machen, fahren die kleinen Nager sämtliche Geschütze auf, um sie davonzujagen – während sich zwischen Lea und Mikkel inmitten des Chaos eine echte Freundschaft entwickelt.

©️ capelight pictures

.KRITIK.

Mit MISSION: MÄUSEJAGD entführt Regisseur Henrik Martin Dahlsbakken sein Publikum in ein norwegisches Weihnachts-Abenteuer voller Herz, Humor und einer guten Portion Chaos. Ganz im Zentrum steht die kleine Maus Lea, die mit ihrer Familie eigentlich ein ruhiges Fest in ihrem Haus am Stadtrand plant — doch als Menschen dort einziehen, beginnt ein Wettlauf voller Fallen, Rascheln und witziger Verwicklungen.

Was der Film besonders gut macht: Die Idee, das Weihnachtsfest einmal aus Sicht der Mäusewelt zu erzählen, bringt frische Impulse in das Genre der Kinder- und Familienkomödie. Die liebevollen Details – wie die kleinen Vorbereitungen am Baum, die Verstecke unter den Dielen, eine Freundschaft zwischen Lea und dem Menschenjungen Mikkel – schaffen Wärme und Identifikationspotenzial. Die visuelle Gestaltung in Kombination mit dem skandinavischen Setting sorgt zudem dafür, dass der Film eine eigenständige Ästhetik mitbringt — kein 08/15-Weihnachtsfilm, sondern mit einem kleinen Augenzwinkern.

Auch für Kinder überzeugt die Geschichte: Die Turbulenzen bleiben übersichtlich, die Welt ist freundlich genug, aber doch spannend. Wenn sich Lea und ihre Familie gegen die Eindringlinge behaupten, finden sich humorvolle Momente ebenso wie leichte Spannung – gerade richtig in der Vorweihnachtszeit und nicht zu stark aufgeregt.

Dennoch hätte der Film für meinen Geschmack seine erfrischende Grundidee mehr nutzen sollen. Der Film verlässt sich stellenweise zu sehr auf vertraute Muster (Einzug der Menschen, Heimverteidigung durch die Mäuse) und verliert gegen Ende ein wenig an Struktur. So nimmt die festliche Stimmung ab und die Logik wackelt gelegentlich. Wer also eine tiefgründige Weihnachts-Epik erwartet oder Superheldentricktechnik, wird etwas enttäuscht sein. Dennoch: Wenn man Mission: Mäusejagd – Chaos unterm Weihnachtsbaum nicht mit großen Hollywood-Animationen misst, sondern als charmantes Familienkino mit skandinavischer Note, dann macht er durchaus Freude.

.FAZIT.

Mission: Mäusejagd ist kein lautes Blockbuster-Spektakel, sondern ein liebevoll erzähltes, manchmal etwas chaotisches, aber stets warmherziges Familienabenteuer. Die Mischung aus Witz, skandinavischem Charme und weihnachtlicher Botschaft funktioniert besonders dann, wenn man den Film nicht zu ernst nimmt – oder anders gesagt: Wer sein Herz für kleine Helden und große Gefühle öffnet, bekommt hier das perfekte Festtagsprogramm.



OriginaltitelHvis ingen går i fella
Produktionsland/-jahrNorwegen 2025
Laufzeit80 min
GenreAbenteuer, Komödie, Familie
RegieHenrik Martin Dahlsbakken
DrehbuchSusanne Skogstad, Sebastian Torngren Wartin
KameraJon Gaute Espevold
Kino6. November 2025
Home Entertainment
Verleihcapelight pictures

Kommentar verfassen