LONDON CALLING | Ein Auftragskiller als „pädagogische Lehrkraft“

In LONDON CALLING trifft ein abgehalfterter Auftragskiller auf einen unbeholfenen Teenager – und plötzlich wird aus einer Routine-Mission eine wilde Reise zwischen Lachkrampf, Explosion und Herzens Momenten.

.INHALT.

Tommy Ward (Josh Duhamel), ein Auftragskiller mit mäßigem Ruf, begeht einen großen Fehler: Er tötet versehentlich einen Angehörigen des Bosses Freddy Darby (Aidan Gillen) und wird danach ins Exil nach Los Angeles gedrängt. Um eine Rückreise in seine Heimat zu erkaufen, muss er einen Deal eingehen: Er soll Julian (Jeremy Ray Taylor), den introvertierten Sohn seines neuen Bosses, lehren, „ein Mann zu sein“. Deswegen soll Julian an Tommys neuestem Auftragsmord teilnehmen.

©️ LEONINE Studios

.KRITIK.

Mit LONDON CALLING liefert Regisseur Allan Ungar eine rasante Actionkomödie, die sich irgendwo zwischen John Wick und Kingsman einpendelt – aber mit deutlich mehr Augenzwinkern. Josh Duhamel spielt den Killer Tommy Ward, der nach einem vergeigten Auftrag nach Los Angeles ins Exil flüchtet. Als er widerwillig den überforderten Teenager Julian (Jeremy Ray Taylor) – als Teil eines Deals mit seinem neuen Boss – unter seine „Fittiche“ nehmen muss, prallen zwei Welten aufeinander: der zynische Profi und der nervige, aber liebenswerte Möchtegern-Gangster. Somit hat Tomm keine andere Wahl, wenn er wieder heil zurück zu seiner Familie kehren will.

Was den Film trägt, ist die Chemie zwischen Duhamel und Taylor – dieses ungleiche Duo funktioniert. Duhamel zeigt, dass in seinem stoischen Gesichtsausdruck mehr steckt als nur Killerkälte, während Taylor mit seiner jugendlichen Tollpatschigkeit für die sympathischsten Lacher sorgt. Ihre Dynamik erinnert an die besseren Buddy-Movies der 90er – mit einer Spur britischer Selbstironie und einem Soundtrack, der genauso viel Wumms hat wie die Explosionen.

Visuell punktet London Calling mit stilvollen Shots. Der Film weiß, wie man Tempo hält, auch wenn nicht jede Pointe landet. Die Story? Keine Revolution, aber clever genug, um zu unterhalten. Das Drehbuch jongliert mit vertrauten Mustern – Killer mit Gewissen, junger Naivling, Gangsterboss mit Hang zur Philosophie – und macht daraus ein actiongeladenes Spektakel, das nie zu ernst, aber auch nie völlig albern wird.

Zwar gibt’s hier und da Längen und den ein oder anderen Gag, der ins Leere läuft, doch unterm Strich bleibt: London Calling ist ein Film, der einfach Spaß macht. Kein Meisterwerk – aber ein echter Crowdpleaser mit Charme, Energie und dem richtigen Schuss Selbstironie.

.FAZIT.

London Calling ist genau das, was viele aktuelle Actionkomödien vergessen haben zu sein: ehrlich und unterhaltsam. Der Film nimmt sich nie wichtiger, als er ist, liefert ordentliche Action, viel Buddy-Charme und genug Witz, um einen durchweg bei Laune zu halten.



OriginaltitelLondon Calling
Produktionsland/-jahrUSA, Südafrika 2025
Laufzeit114 min
GenreAction, Drama, Komödie
RegieAllan Ungar
DrehbuchOmer Levin Menekse, Quinn Wolfe, Allan Ungar
KameraAlexander Chinnici
Kino
Home Entertainment7. November 2025
VerleihLEONINE Studios/Disney+

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