Die Zukunft der Menschheit ist in Gefahr: eine gigantische Invasion von Außerirdischen steht bevor, nur das junge Genie Ender kann die Katastrophe verhindern.
Inhalt
In ferner Zukunft, in der die Erde von Aliens bedroht wird, sucht das internationale Militär verzweifelt nach einem militärischen Genie, dem es gelingen kann, die überlegene Flotte des übermächtigen Gegners zu besiegen. Dazu rekrutiert Commander Mazer Rackham (Ben Kingsley) potentielle Kandidaten bereits im Kindesalter, um sie in einer Militärschule im All isoliert auf den Kampf gegen die Außerirdischen vorzubereiten. Trainiert werden die Kinder vom hochdekorierten Colonel Hyrum Graff (Harrison Ford), der immer auf der Suche nach einem würdigen Nachfolger für den legendären Commander Mazer Rackham ist.
Unter den Kindern ist auch Andrew „Ender“ Wiggin (Asa Butterfield), ein ganz normaler Junge. Schon in kürzester Zeit meistert er die kompliziertesten und schwierigsten Aufgaben im Kampfsimulator und beweist großes strategisches Geschick. Plötzlich ruhen alle Hoffnungen auf die Rettung der Erde auf den Schultern dieses schüchternen und verschlossenen Jungen, der sich nichts sehnlicher wünscht als eine normale Kindheit. Wird die Rechnung des Militärs aufgehen? Oder wird das Kind unter der Last des Drills, der Einsamkeit und der Verantwortung zerbrechen?
Kritik
Buchverfilmungen in Hollywood haben in den letzten Jahren stetig zugenommen. Die Frage nach dem „Wieso?“ erübrigt sich, betrachtet man die Qualität typischer Mainstream-Filme aus den großen Studios. Berechenbar, monoton, ideenlos flimmern Filme mit mehrstelligen Millionenbeträgen über die Kinoleinwand – ohne Sinn und Verstand, sollen sie die Massen begeistern. Und eben an diesem Punkt greift die Buchverfilmung. Die Idee ist fertig, Lizenz ist günstig und die Gewinnspanne riesig. Die „Twilight-Saga“, „Tribute von Panem“ oder „Percy Jackson“ haben es vorgemacht und konnten an den Kinokassen überzeugen. Aber was ist mit ENDER’S GAME. Kann dieser Film auch überzeugen?
Ender’s Game verhält sich in Bezug auf spektauklärer Effekte und Action wie die Tribute von Panem – Reihe, doch im Mittelpunkt steht das Leben des Jungen Ender, der nicht nur ein strategisches Genie, sondern auch noch die letzte Hoffnung der Menschheit zu seien scheint. Die Entwicklung Enders von der Rekutierung bis hin zur alles entscheidenden Schlacht ist mitreißend und intensiv, nicht zuletzt auch durch die schauspielerische Darbietung von Asa Butterfield, der auch schon in Martin Scorseses Hugo Cabret sein Talent unter Beweis stellen konnte. Auch wenn die visuellen Effekte „state of the art“ sind und uns in manchen Szenen den Atem rauben, lebt der Film stark von dem grandiosen Ensemble. Harrison Ford und Ben Kingsley, die Urgesteine der Schauspielkunst in Hollywood, verleihen den Film Konstanz und Flair, doch das schmälert die Leistung der jungen Darsteller Asa Butterfield und Oscar-Gewinnerin Hailee Steinfeld nicht, im Gegenteil, sie können sich hervorragend behaupten und interagieren mit ihrer Umwelt bilderbuchreif. Nichts desto trotz wirkt die Geschichte phasenweise am Strohhalm herbeigezogen und folgt den typischen Klischees: Menschen kämpfen gegen Aliens, Menschen werden fast ausgerottet, kleiner Junge soll Menschheit retten, kleiner Junge vernichtet Aliens – aufgebaut wie ein Videospiel mit dem Schwerpunkt Shooter und Strategie.
Fazit: Schade schade schade, obwohl die Effekte und Schauspieler ein enormes Potential boten, verkümmert Ender’s Game zu einem durchschnittlichen Blockbuster, dem man durchaus sehen kann, der jedoch nicht durchweg überzeugen kann.
Originaltitel: Ender's Game Produktionsland/-jahr: US 2013 Laufzeit: 114 min Genre: Action, Science-Fiction Regie: Gavin Hood Drehbuch: Gavin Hood Kamera: Donald McAlpine Kinostart: 24. Oktober 2013 Home Entertainment: 06. März 2014 Verleih: Constantin Film
(Quelle: Kinowerbung.de)
