Horns

HORNS | Wenn dem kleinen Zauberlehrling Hörner wachsen

HORNS basiert auf den Roman „Teufelszeug“ von Joe Hill – Seineszeichen der Sohn von Großmeister Stephen King. Im Regiestuhl nahm Horrorexperte Alexandra Aja Platz, doch Horns ist alles andere als ein typischer Horrorfilm.

Horns

© Universal Pictures

Inhalt

Ig Perrish (Daniel Radcliffe) lebt mit seiner Familie in einer friedlichen Kleinstadt. Doch als eines Tages seine Freundin Merrin (Juno Temple) vergewaltigt und brutal ermordet im Wald aufgefunden wird, richten sich alle Augen auf ihn. Die gesamte Gemeinde glaubt fest an die Schuld des jungen Mannes. Nur sein bester Freund Lee (Max Minghella) und sein Bruder Terry (Joe Anderson) halten noch zu ihm. Obwohl sich die Polizei alle Mühe gibt, kann sie keinen Beweis für Igs Schuld finden, sodass alle Anklagepunkte fallen gelassen werden. Die Bevölkerung und die Medien kümmert das nicht weiter. Für sie steht der Schuldige fest. Als er nach einer durchzechten Nacht aufwacht, bemerkt Ig, dass aus seiner Stirn kleine Hörner zu wachsen beginnen. Entsetzt versucht er, sie entfernen zu lassen, stellt aber bald auch fest, dass sich die Menschen um ihn herum plötzlich merkwürdig benehmen. Sie beginnen, ihm ihre Geheimnisse zu verraten, bevor sie anfangen, ihren dunkelsten Trieben zu folgen. Ig entscheidet, dass sich diese neuen Fähigkeiten hervorragend dazu eignen, den Mörder seiner Freundin zu finden…

Kritik

Wie bereits spektakulär angeteasert, sollte sich von HORNS im Blut- und Gedärmesektor nichts erhoffen (bei The Hills Have Eyes oder Piranha 3D sah das Ganze noch anders aus), denn HORNS ist ganz harmlos und schockt vor allem durch seinen kunterbunten Stilmix: mal Krimi, mal Fantasy, mal Romanze, mal Coming-of-Age – ein Wirrwarr über allem die Hand von Stephan King schwebt. Diese erdrückende, kühle Atmosphäre, die sich wie ein Schleier über den Film legt. Man spürt förmlich als Zuschauer, dass dieses Meisterwerk aus dem Hause King stammt. Der Film ist durchweg kreativ, spannend, punkig und überraschend spaßig. Auch wenn die internationalen Kritiker Horns wie einen Tintenfisch in die negativ belastete Tiefsee ziehen, was allenfalls durch die nicht immer ganz logischen Handlungen und seiner doch recht üppigen Spiellänge von zwei Stunden sich begründen lässt, so nehme ich bewusst einen anderen Standpunkt ein. Dies liegt nicht zuletzt auch an einem hervorragend aufspielenden Daniel Radcliffe liegt. Mit Harry Potter hat er mich einst verzaubert, mit Die Frau in Schwarz endgültig überzeugt und nun mit Horns sich ein wenig bei mir unsterblich gemacht. Horns ist etwas Besonderes, mit einer völlig eigenen Dynamik, Atmosphäre und viel Charme. Eigentlich Schade, dass der Film hierzulande nur einen limitierten Kinostart bekommt und nur ausgewählten Kinos läuft. Das Potential die Großen zu ärgern besitzt er definitiv.

Fazit: Bizarrer Genre-Mix mit viel schwarzem Humor, der in der Kinolandschaft als kühle Erfrischung daherkommt.

FSK ab 16 (blau)Originaltitel:           Horns
Produktionsland/-jahr:   US/CA 2013
Laufzeit:                120 min
Genre:                   Thriller, Horror, Komödie, Fantasy

Regie:                   Alexandre Aja
Drehbuch:                Keith Bunin     
Kamera:                  Frederick Elmes                     

Kinostart:               6. August 2015
Home Entertainment:      -

Verleih:                 Universal Pictures

(Quelle: vipmagazin)

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