Halbe Treppe

HALBE TREPPE | Ein spannender Blick hinter die Kulissen einer deutschen Großstadtehe

HALBE TREPPE handelt von zwei befreundete Ehepaare, die in Frankfurt an der Oder ihrem gleichförmigen Alltag nachgehen. Doch plötzlich werden die Karten neu gemischt, als Ellen und Chris eine Affäre beginnen…

Halbe Treppe

© Pandora Film Verleih

Inhalt

Die titelgebende “Halbe Treppe”, Imbissbude unter Plastikzelt auf einem Parkgang, gehört Uwe (Axel Prahl), der über der Arbeit Ehefrau Ellen (Steffi Kühnert), die in einer Parfümerie jobbt, und die Kinder vergisst. Die beiden sind befreundet mit dem kinderlosen und ebenfalls Mittdreißigerehepaar Chris (Thorsten Merten), Radiomoderator im Funkturm, und Katrin (“Polizistin” Gabriela Maria Schmeide), die an der Grenze nach Polen Trucks auf ihre Stellplätze einweist, und die sich im Bett nicht mehr viel zu sagen haben. Man amüsiert sich bei typisch deutschen Dia-Abenden, jagt dem entflohenen Wellensittich nach und hat sich mehr oder weniger in der “Hälfte des Lebens” auf halber Treppe abgeschliffen. Als Chris mit Ellen fremdgeht, hat der Seitensprung ungeahnte Folgen, führt zu Verletzungen, neuen Sichtweisen, Bilanzen und spurtet ohne Happy End zu neuen Anfängen unter anderen Vorzeichen.

Kritik

HALBE TREPPE kann sich mit zahlreichen Auszeichnungen, u.a. mit dem Jury-Preis der Berlinale und des Deutschen Filmpreises, wirklich rühmen, und dass natürlich nicht völlig grundlos. Diese Tragödie besticht vor allem durch eine tolle Geschichte, die von gescheiterten Ehen, Neuanfängen und Menschen die in dem ewigen Teufelskreis ihres Alltags gefangen sind, berichtet. Wohl ein Thema, das dem einen oder anderen Deutschen Bürger durchaus bekannt vorkommen könnte, das aber auch jene, die sich davon nicht angesprochen fühlen, zu begeistern weiß. Hier wurde ein einfach interessanter und letztendlich sogar sehr spannender Blick hinter die Kulissen einer deutschen Großstadtehe geworfen, der aufrüttelt und zum Nachdenken anregt. Besonders zu erwähnen ist im Fall von Halbe Treppe auch die Machart – stellenweise dokumentarisch angehaucht und manchmal absichtlich sehr minimalistisch verfilmt, wird von Regisseur Andreas Dresen eine tolle Atmosphäre erzeugt, die diesen Film noch ein Stück sehenswerter macht. Die schauspielerischen Leistungen des Darstellerquartetts geben ihr Übriges dazu und machen aus Halbe Treppe einen Film, den man gesehen haben sollte.

Fazit: So einfach, aber genial.

FSK ab 12 (grün)Originaltitel:           Halbe Treppe
Produktionsland/-jahr:   DE 2002
Laufzeit:                111 min
Genre:                   Komödie, Drama

Regie:                   Andreas Dresen
Drehbuch:                Andreas Dresen     
Kamera:                  Michael Hammon                     

Kinostart:               3. Oktober 2002
Home Entertainment:      18. September 2003

Verleih:                 Pandora Film Verleih

(Quelle: alleskino)

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