The Keeping Room + Straw Dogs

[Special + Gewinnspiel] HOME INVASION: WER GEWALT SÄT & THE KEEPING ROOM | Trautes Heim, ist Hass allein

Entweder wird dein Heim zur Festung oder zum Kartenhaus. In der Historie des Films ist die sogenannte „Home Invasion“ ein probates Mittel eine Handlung den nötigen Kick zu verleihen. Vor allem im Horror- und Thriller-Bereich ist der Einbruch in die Privatsphäre gern gesehener Gast. Ein Klassiker unter ihnen ist definitiv WER GEWALT SÄT mit Dustin Hoffman in der Hauptrolle. Mit THE KEEPING ROOM wird dem Szenario durch den Versatz ins 19. Jahrhundert, genauer gesagt in den Amerikanischen Bürgerkrieg, ein völlig neuer Antrieb verliehen. Über 40 Jahre trennt diese beiden Filme, so unterschiedlich wie sie äußerlich sind, so gleich sind sie im Kern. 

Zunächst widmet sich filmspleen den mit Abstand provokantesten Werk seiner damaligen Zeit: WER GEWALT SÄT (1971) – Das Original, nicht das Remake:

Wer Gewalt sät... (1971)

© EuroVideo

Inhalt

Der junge Mathematiker David Sumner (Dustin Hoffman) reist gemeinsam mit seiner Frau Amy (Susan George) aus den USA in ihre englische Heimatstadt, um für ein paar Wochen den Unruhen der turbulenten 60er Jahre zu entgehen. Hier erhofft sich David die nötige Ruhe, um seinen Arbeiten nachgehen zu können. Doch das Auftreten des Ehepaars erregt Abneigung unter den Einwohnern der Kleinstadt. Es kommt zu immer neuen Anfeindungen und versuchten Demütigungen, unter anderem ausgeführt von einer Gruppe Handwerkern, die eine Garage an das Anwesen der Sumners anbauen. Die Situation eskaliert, als der geistig zurückgebliebene Niles (David Warner) versehentlich das junge Mädchen Janice (Sally Thomsett) tötet und David ihn um jeden Preis vor dem rachsüchtigen Lynchmob der Einheimischen retten will…

Kritik

Mit WER GEWALT SÄT (OT: Straw Dogs) ist Sam Peckinpah ein mehr als verstörender und skrupelloser Film gelungen. Der Film behandelt die Mechanismen der Gewalt, wie sich auflädt und schließlich entlädt. Peckinpahs Filme waren stets leicht autobiografisch, aber Wer Gewalt sät geht einen Schritt weiter und lässt sich, wenn man etwas über die Biografie des Regisseurs weiß, fast schon als exhibitionistische Peepshow bezeichnen, da die Ähnlichkeiten zwischen dem Protagonisten und dem Regisseur fast offensichtlich sind. So ist David Sumner wie Peckinpah selbst ein kleiner ruhiger Mann, in dem die Gewalt schlummert und wie ein überfälliger Vulkan am Übergang zweier tektonischer Platten ausbrechen will. Zur Selbstverteidigung getrieben, verteidigt Sumner sein Haus bis auf den letzten Stein und denkt dabei nicht ans Aufgeben. Wer Gewalt sät ist bei Weitem keine außergewöhnliche Geschichte. Es ist eigentlich eine Geschichte die wir bereits etliche Male zu sehen bekommen haben, aber Peckinpah macht aus dieser scheinbaren 08/15-Story ein tiefgreifendes psychologisches Werk, was damals für großes Aufsehen sorgte. Die Darstellung der Vergewaltigung und damit einhergehend die Darstellung der weiblichen Protagonistin brachte Feministinnen weltweit zur Weißglut und verschaffte Peckinpah den Status als der Misogynie fröhnender Chauvinist ein. Fakt ist, dass diese auf die Probe stellende Szene einen emotionale Achterbahnfahrt ist und wesentlich mehr ist als die meisten Vergewaltigungsszenen, die oft aus Gründen der Exploitation genutzt werden. Sicherlich lässt sich der Film über diese Szene durchweg definieren, jedoch ist die Vergewaltigung nur ein Teil einer umfangreichen Provokation, die es im heutigen Kino viel zu selten gibt. Peckinpah setzt den Zuschauer unterschiedliche Situationen aus und hofft einerseits Bestürzung zu ernten, aber andererseits auch Verständnis für David Sumner. Ein Mann, der gemeinsam mit seiner Frau die Ruhe suchte, aber nur Hass fand.

Fazit: Ein erschütterndes, provokatives Werk, eindrucksvoll von Sam Peckinpah in Szene gesetzt und, vor allem von Dustin Hoffman, grandios gespielt.

FSK ab 16 (blau)Originaltitel:           Straw Dogs
Produktionsland/-jahr:   US/UK 1971
Laufzeit:                113 min
Genre:                   Drama, Thriller

Regie:                   Sam Peckinpah
Drehbuch:                Sam Peckinpah, David Zelag Goodman
Kamera:                  John Coquillon 

Kinostart:               30. März 1972
Home Entertainment:      12. Juli 2012

Verleih:                 EuroVideo

(Quelle: ryy79)


>> Ab geht es von der englischen Provinz, rein in das herannahende Ende des Amerikanischen Bürgerkriegs <<<

Hier gibt es noch mehr zu entdecken: Filmfrass | Moviebreak.de | Wewantmedia.de


The Keeping Room - Gewinnspiel

© Koch Media

THE KEEPING ROOM

Regie: Daniel Barber
mit: Brit Marling, Hailee Steinfeld, Sam Worthington u.v.m.

ab 17.  März erhältlich auf DVD, Blu-ray und VoD


Inhalt: Der US-amerikanische Bürgerkrieg zwischen Nord- und Südstaaten nähert sich im Jahr 1865 zwar seinem unausweichlichen Ende. Doch auch in den letzten Tagen des blutigen Konflikts regieren Gewalt und Tod: Für die willensstarke Augusta (Brit Marling), die zusammen mit ihrer Schwester Louise (Hailee Steinfeld) und Sklavin Mad (Muna Otaru) auf einem abgelegenen Anwesen auf das Kriegsende wartet, werden die letzten Tage des Kriegs zum Überlebenskampf: Die zwei Deserteure der herannahenden Union-Armee Moses (Sam Worthington) und Henry (Kyle Soller) haben es auf die wehrlosen Frauen abgesehen...

Kritik: Western-Filme sind wieder in. Dabei können die erschienenen Filme gar nicht unterschiedlicher sein. „The Hateful Eight“, „The Revenant“ oder eben „THE KEEPING ROOM“ sind epochale und hochglanzpolierte Western-Filme, die an die glorreichen Zeiten von Eastwood & Co anknüpfen. Auch wenn die Figurenentwicklung zu lahm und vorhersehbar vonstattengeht, darf man sich über einen völlig neuen Blickwinkel freuen. Diesmal rücken Frauen in den Focus der Handlung und müssen sich in Zeiten des Bürgerkrieges und der vorherrschenden Macht des Mannes, beweisen. Schauspielerisch liefern die mehr als bekannten Darsteller, u.a. Hailee Steinfeld und Sam Worthington, eine wirklich gute Leistung ab, einzig die Geschichte lässt an manchen stellen zu Wünschen übrig. Nichtsdestotrotz ist dieser Western ein überdurchschnittliche Inszenierung, die einige Überraschungen parat hält und wirklich starken Sequenzen seine Fans gewinnen wird.

Zum Heimkinostart von THE KEEPING ROOM, verlost filmspleen – mit freundlicher Unterstützung vom Koch Media – eine DVD und eine Blu-ray – und so könnt ihr gewinnen:

  1. IN WELCHE ZEIT BZW IN WELCHES SZENARIO WÜRDET IHR GERNE MAL EINEN WESTERN PLATZIEREN?
  2. EURE ANTWORT MIT BETREFF „WESTERN“ AN GEWINNSPIEL@FILMSPLEEN.COM
  3. WUNSCHMEDIUM, NAME UND ANSCHRIFT NICHT VERGESSEN

***Teilnahmeschluss ist der 22. März, 23:59 Uhr!***

Weitere Informationen zur Teilnahme und Durchführung findet ihr HIER.

Viel Spaß und Glück wünscht euch euer EIN-MANN-FILMSPLEEN-TEAM!!!

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen!

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