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DEUTSCHLAND. DEIN SELBSTPORTRÄT | Kleine Filmschnipsel, große Wirkung

Am 20. Juni 2015 startete in Deutschland ein einmaliges Filmexperiment: Alle Menschen im Land waren eingeladen, an diesem einen Tag ein riesiges Filmteam zu bilden und gemeinsam ein Selbstporträt des Landes zu erstellen: Mit Videokamera, Tablet oder Smartphone, alles war erlaubt. Aus den vielen Tausend eingereichten Filmen realisierte Sönke Wortmann als künstlerischer Leiter einen Kinofilm: DEUTSCHLAND. DEIN SELBSTPORTRÄT.

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© Warner Bros.

Inhalt

„Deutschland. Dein Selbstporträt“ ist ein Projekt, zu dem Menschen aus ganz Deutschland Filmmaterial beisteuern konnten. Sönke Wortmann hat die vielen Aufnahmen dann als künstlerischer Leiter zu einem Porträt des Lebens in Deutschland zusammengesetzt. So wird das kollektive Experiment zum abendfüllenden Kinofilm, mit unterschiedlich langen Momentaufnahmen unterschiedlicher Stimmungen. Es geht darum, was die Bürger bewegt, begeistert – und was ihnen Angst macht. Jeder konnte mit Smartphone, Tablet oder Kamera das eigene Leben in Deutschland dokumentieren. Drei Leitfragen stehen im Mittelpunkt: Was macht dich glücklich? Wovor hast du Angst? Was bedeutet Deutschland für dich?

Kritik

Was macht DEUTSCHLAND. DEIN SELBSTPORTRÄT so besonders? Es ist keine klassische oder fiktive Dokumentation. Am besten lässt sich dieser Beitrag von Sönke Wortmann als Compilation beschreiben, denn der Film ist ausschließlich aus Material entstanden, dass unzählige Menschen einschicken konnten. Jeder der Lust hatte, konnte sich an diesem Projekt beteiligen. Die entsprechende Kampagne startete am 20. Juni 2015 und rief Menschen in Deutschland auf, ihre Eindrücke, Erlebnisse und Gefühle, filmisch festzuhalten. Vorgaben, wie das Material auszusehen hat, gab es nicht. Es wurde nichts inszeniert, nachgedreht oder mittels erfahrener Filmteams umgesetzt. Lediglich drei Fragen gab es als Leitfaden, an denen sich Deutschland orientieren konnte: Was macht dich glücklich? Was macht dir Angst? Was bedeutet dir Deutschland? Es war eine Stütze im sonst autarken Schaffungsprozess. Sönke Wortmann sieht sich daher auch nicht als Regisseur des Films, sondern als künstlerischer Leiter. Diese Dokumentation bietet viele Facetten, viele Einblicke in das alltägliche Leben. Doch ein Porträt ist es nicht geworden. Vielmehr zeigt Deutschland, wie kreativ und einheitlich tolle Projekte gestemmt werden können. Sönke Wortmann, den man für Das Wunder von Bern, Deutschland. Ein Sommermärchen oder Der bewegte Mann kennt, reizte nach eigenen Angaben an Deutschland. Dein Selbstporträt die vollkommen andere Herangehensweise und die Herausforderung, ganz unterschiedliche Einsendungen zu einem Gesamtkunstwerk zu verschmelzen. Es hätte auch heißen können: „So leben die Deutschen“oder „So kreativ sind die Deutschen“. Der Titel wird dem recht harmonisch montierten Inhalt nicht gerecht. Was eigentlich auch der einzige Wermutstropfen ist. Ansonsten ist es ein tolles Experiment geworden, dass man durch seinen Kinobesuch oder dem Kauf einer DVD/Blu-ray durchaus unterstützen darf und sollte.

Fazit: Nicht immer ganz rund, aber emotional, witzig und atemberaubend cool.

FSK ab 0 (weiß)Originaltitel:           Deutschland. Made by Germany
Produktionsland/-jahr:   DE 2016
Laufzeit:                103 min
Genre:                   Dokumentation

Regie:                   Sönke Wortmann
Drehbuch:                -
Kamera:                  -

Kinostart:               14. Juli 2016
Home Entertainment:      -

Verleih:                 Warner Bros. 

(Quelle: Warner Bros. DE)

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