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DIE VERSUNKENE STADT Z | Ein unkonventionelles Abenteuer ins grüne Herz der Erde

In seinem packenden und bildgewaltigen Abenteuerepos DIE VERSUNKENE STADT Z erzählt Regisseur James Gray, basierend auf dem gleichnamigen Bestseller von David Grann, die wahre Geschichte des Britischen Forschers Percival Fawcett, der in den 1920er Jahren im brasilianischen Dschungel spurlos verschwand und noch Jahrzehnte später romantische Fantasien beflügelte und unzählige Abenteurer auf seine Spuren lockte.

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© STUDIOCANAL Home Entertainment

Inhalt

Percy Fawcett wird von der Royal Society auf eine Expedition zur Landvermessung nach Bolivien geschickt. Trotz der vielen Strapazen in dem lebensfeindlichen Dschungel ist er von Forscherdrang gepackt und lässt sich kurz darauf auf eine weitere Expedition zum Regenwald des Amazonas ein – obwohl die jahrelange Abwesenheit ihm und seiner Familie enorme Opfer abverlangt. Dort stößt er auf Spuren von vergangenen Zivilisationen und ist überzeugt von der Existenz einer versunkenen Stadt, die er „Z“ nennt. Zurück in London will die Royal Society jedoch von dieser Idee nichts wissen. Getrieben von dem Drang, endlich seine mysteriöse Stadt zu finden, begibt Fawcett sich zusammen mit seinem Sohn auf eine letzte gefährliche und verhängnisvolle Reise zum Amazonas…

Kritik

DIE VERSUNKENE STADT Z ist ein traumatisches Erlebnis für den Zuschauer. Allen Anschein nach erweckt der Film das Empfinden eines Abenteuers, verliert sich aber doch weitaus tiefgründigeren Geschehnissen der menschlichen Psyche und der der Sehnsüchte, die einem Mann obliegen. Der Mix aus dem umfangreichen Leben des Percy Fawcett, der feinfühligen Gratwanderung eines Biopics, und der prägenden Erfahrung eines Geschichts- und Politik-Unterichts, lassen uns die doch recht üppigen 140 Minuten rasch vorbeiziehen. Was unter dem Strich nach viel klingt, erweist sich in der Praxis sogar noch als zu wenig. Wenngleich der Film optisch qualitativ erstaunlicher Weise recht unbeholfen und nicht dem Zeitgeist Hollywoods entsprechend inszeniert wurde, so überzeugen Darsteller und der unvergleichliche Trip ins grüne Herz der Erde. Es ist erstaunlich, dass nur wenige Filme das Potential besitzen, jemanden zu fesseln und nicht mehr loszulassen. Die versunkene Stadt Z schwimmt mit seinen Absichten sogar gegen den konventionellen Strom an Abenteuerfilmen. Scheinbar liegt darin auch das Erfolgsrezept verborgen. Namenhafte Darsteller durchleben auf einer wahren Geschichte ruhende Momente und appellieren gleichzeitig an uns, die Welt nicht als selbstverständlich anzusehen und von Tag zu Tag wie ein Kleinkind aufs Neue laufen zu lernen. Es liegt in unseren Genen, den Planeten und das Universum zu erforschen. Der Mensch strebte schon immer nach mehr, auch wenn nicht immer der Ausgang sonderlich rühmlich endete, so waren viele Entdeckungen und Erfindungen dabei, die die Welt nachhaltig veränderten. So appelliert Die versunkene Stadt Z auch an unseren Mut, sich etwas zu trauen, egal wie viele Steine einen in den Weg gelegt wird und egal, wie ungewiss der Ausgang dieser Geschichte sein mag. James Gray hat allerhand Gutes aus der Buchvorlage adaptiert, obwohl in 140 Minuten sicherlich nur ein dezent üppiger Anriss gelungen ist und weitaus mehr an Input hätte verarbeitet werden können und müssen.

Fazit: Ein beeindruckendes Anti-Abenteuer-Biopic mit Starbesetzung, dass optisch ausgelöscht wirkt, aber inhaltlich Akzente setzt. 

FSK ab 12 (grün)Originaltitel:           The Lost City of Z
Produktionsland/-jahr:   US 2016
Laufzeit:                141 min
Genre:                   Action, Abenteuer, Biografie

Regie:                   James Gray
Drehbuch:                James Gray, David Grann (Buch)
Kamera:                  Darius Khondji 

Kinostart:               30. März 2017
Home Entertainment:      17. August 2017

Verleih:                 STUDIOCANAL Home Entertainment

(Quelle: STUDIOCANAL Germany)

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