THE FORGIVEN | Nach jedem Ende kommt ein neue Anfang, egal wie schwer es ist

Mit „THE FORGIVEN – Ohne Vergebung gibt es keine Zukunft“ liefert der Oscar®-nominierte und preisgekrönte Regisseur Roland Joffé ein aufwühlendes Plädoyer gegen Rassismus – und einen wichtigen Beitrag über Menschlichkeit und die Kraft der Vergebung. Der Film basiert auf dem Theaterstück „Der Erzbischof und der Antichrist“ von Michael Ashton, mit dem Roland Joffé gemeinsam das Originaldrehbuch des Films schrieb.

© EuroVideo Medien GmbH

Inhalt

Der südafrikanische Erzbischof Desmond Tutu leitet nach dem Ende der Apartheid die Wahrheits- und Versöhnungskommission des Landes. In dieser Funktion wird er vom berüchtigten Mörder Piet Blomfeld zu sich gerufen, der in einem Hochsicherheitsgefängnis einsitzt und auf Gnade hofft. Der Bischof lässt sich im Inneren des von brutalen Sträflingen bevölkerten Gefängnisses in eine gefährliche Auseinandersetzung mit dem gerissenen Kriminellen hineinziehen, die sein Leben für immer verändern wird.

Kritik

Oscar®-Preisträger Forest Whitaker als Erzbischof Desmond Tutu und der mehrfach ausgezeichnete Hollywoodstar Eric Bana als berüchtigter Mörder Piet Blomfeld liefern sich in dieser geschichtsträchtigen Darstellung einer für Südafrika und der restlichen Welt besonderen Prozess, in der es nur um die Wahrheit, Frieden und Vergebung gehen kann – doch beschwerlich und gefährliche Züge annimmt. Die Hindernisse sind längst nicht überwunden, als Desmond Tutu einen Schritt auf die Verbrecher zumacht. In einem rigorosen Machtkampf hinter Schloss und Riegel kämpfen Mörder um Gnade und der Gnädige um jeden, aber hier um einen Mörder. Das Thema der Versöhnung und die Aufarbeitung von vergangenem, aber nicht vergessenen Leid ist ist zweifelsohne wichtig und in seiner Tragweite wertvoll. Und von Whitaker und Bana mitreißend vorgetragen, aber auch sie schaffen es nicht, diese so wichtigen Erzählung den nötigen Tiefgang zu verleihen. Zu sehr tastet sich Regisseur Roland Joffé an der Oberfläche entlang und umgeht das wirklich Schmerzende. Hier ein letztes Quäntchen mehr Mut und Zuversicht, dann wäre THE FORGIVEN weitaus überwältigender und sensibilisierter. So muss man am Ende die Ausarbeitung der Ereignisse kritisieren, aber den Film selbst einiges hoch anrechnen.

Fazit: Wer aufgeschlossen und geschichtsinteressiert ist, bekommt einen packenden Thriller erzählt, der das Echo der Apartheid in Südafrika thematisiert und die Menschen porträtiert, die ihre Stimmen – positiv, wie negativ – erhoben. Gänzlich rund ist der im Kern so wichtige Film nicht geworden, profitiert aber lautstark von zwei exzellenten Schauspielern: Forest Whitaker und Eric Bana.

FSK ab 12 (grün)Originaltitel:           The Forgiven
Produktionsland/-jahr:   UK 2017
Laufzeit:                115 min
Genre:                   Thriller

Regie:                   Roland Joffé
Drehbuch:                Michael Ashton, Roland Joffé
Kamera:                  William Wages

Kinostart:               -
Home Entertainment:      25. März 2021  

Verleih:                 EuroVideo Medien GmbH

(Quelle: EuroVideo Medien GmbH))

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