SCREAM | Wie in alten Zeiten

Niemand ist sicher in Woodsboro… und jeder verdächtig! Nach 25 Jahren kehrt Ghostface in SCREAM zurück, um das eigentlich beschauliche Örtchen erneut in Angst und Schrecken zu versetzen.

.INHALT.

Der Killer mit dem Ghostface kehrt zurück nach Woodsboro! Diesmal hat es der psychopathische Mörder auf eine Gruppe junger Menschen abgesehen, die in einer Verbindung zu den Opfern und Überlebenden der vorherigen Woodsboro-Attentate stehen. Ein Teenager nach dem anderen wird niedergemetzelt und die Geheimnisse der Kleinstadt rücken immer mehr ins Zentrum der Öffentlichkeit. Für die Überlebenden Sidney Prescott (Neve Campbell), Journalistin Gale Weathers (Courteney Cox) und Ex-Sheriff Dewey (David Arquette) ist die Rückkehr des Killers ein Auseinandersetzen mit der Vergangenheit. Ihnen bleibt keine andere Wahl, als wieder miteinander in Kontakt zu treten und die Serienmorde zu verhindern. Ob die Regeln zum Überleben, die ihnen zuvor das Leben gerettet haben, noch weiterhin gültig sind, müssen Sidney und ihre alten Weggefährten bald am eigenen Leib erfahren.

© Paramount Pictures Germany

.KRITIK.

„Stehst du auf Horrorfilme?“ – 1996 geht Casey Becker – gespielt von einer plötzlich blondierten Drew Barrymore – ans Telefon und zwölf Minuten später ist sie tot. Umgebracht von einem heimtückischen Killer mit Maske. Sidney und ihre Freunde machen sich schnell daran zu spekulieren, wer die arme Casey mit einem Küchenmesser filetiert hat. Craven erkannte damals die Zeichen der Zeit und entwickelte ein durchaus reales Szenario, was bis heute nichts an Faszination eingebüßt hat. Scream – Schrei! ist Kult und bei Generationen beliebt.

[ Zum Nachlesen: SCREAM – SCHREI! | „Stehst du auf Horrorfilme?“ ]

Der Erfolg gab allen Beteiligten recht und den Studiobossen die notwendige Motivation, die Geschichte weiterzuspinnen. Allerdings kam keiner der darauffolgenden Scream-Teile an den Erfolg des Erstlings heran. Sie waren an für sich unterhaltsame und brachten auch neue Facetten reich. Die Überlebensregeln wuchsen, mit ihnen aber auch die Opferzahlen. Nachahmungstäter versus „es ist was Persönliches“ gaben sich die Klinke in die Hand. Wirklich einer effektiven Logik folgte keiner der Filme mehr. Als einzig wirkliche Beständigkeit galten Neve Campbell, Courteney Cox und David Arquette, die immer wieder es schaffen, sich aus dem totbringenden Sog zu befreien und gleichzeitig versuchen, die unwissende Jugend von ihren Sünden zu befreien. Ja, die Fortsetzungen gehören dazu und machen auch Laune, aber irgendwie fühlte sich nach dem vierten Teil alles doch so an, als sei das Kapitel Scream fertig erzählt.

Ganze elf Jahre hat es gedauert, bis man die Maske aus einer Schublade bei Paramount herausgekramt hat, um doch noch einen weiteren Teil auf den Weg zu bringen. Immer schwingt auch die Frage mit: „Brauchen wir das?“ Brauchen ist relativ, aber im Fall von SCREAM kann man das bejahen. Es fühlt sich an wie ein Original-Movie. Die erste Garde, gealtert und froh, den Scheiß überlebt zu haben, müssen sich ihrer Vergangenheit stellen, als Ghostface zurückkehrt und das Morden von vorne beginnt.

Die ersten Kritiken aus den USA waren überzeugend. Viele befürchteten im Vorfeld ein zweites Halloween, doch was dann passiert, ist Nostalgie, neue Erfahrungswerte und kurzweilige Unterhaltung aus dem Bilderbuch. Scream schafft eine schöne Verbindung zum Anfang der Reihe und dem nun vermeintlichen Ende (keine Ahnung ob im stillen Kämmerlein bereits wieder Pläne geschmiedet werden). Um nur mal schnell Geld zu machen, indem man die alten Hasen zurückbringt und sich auf dem Erfolg des Franchise ausruht, ist tatsächlich nicht der Fall. Es ist ein unfassbares Upgrade und die Fortsetzung schlechthin. Ich muss auch gestehen, dass ich Teil 2 bis 4 während des Schauens aus meinem Kopf verbannt habe. Fast schon neutral und unbefleckt schaute ich nun zu und bin mit einem sehr guten Gefühl aus dem Kino gekommen. Sicherlich wirkt Scream gerade für Unerfahrene teils überfordern, wenn die ganzen Namen munter und flott gedroppt werden. Doch da fuchst man sich schnell rein. Die Spannung, das Setting und unser liebgewonnenes Trio der ersten Stunde schaffen eine unvergleichliche Atmosphäre. Es wirkt beinah wie ein Klassentreffen ums Überleben. Das macht Spaß und für mich, darf dann an dieser Stelle auch gerne Schluss sein. Mit diesem Gefühl geht man gerne.

.FAZIT.

Wie in alten Zeiten. Scream überrascht. Es ist nicht der billige Abklatsch geworden, die alle bei Ankündigung erwartet haben. Eigenständig und doch mit vielen Verweisen in die Vergangenheit bestreitet unser Trio rund um Neve Campbell einen erneuten Überlebenskampf. Gleichzeitig geraden neue Charaktere in den Fokus der Handlung. Zusammen ergibt das ein mit viel Nostalgie, aber auch Eigenständigkeit exzellentes Horrorwerk, dass seine Wurzeln würdigt, aber auch neue schlägt. Ich war sehr angetan.



OriginaltitelScream
Produktionsland/-jahrUSA 2022
Laufzeit114 min
GenreHorror, Thriller, Mystery
RegieMatt Bettinelli-Olpin, Tyler Gillett
DrehbuchJames Vanderbilt, Guy Busick
KameraBrett Jutkiewicz
Kinostart13. Januar 2022
Home Entertainment
VerleihParamount Pictures Germany
Quelle: Kinoschmiede

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