96 Hours

96 HOURS | Liam Neesons erster rabiater Streich

Ein Trip nach Paris endet in einem Albtraum: Liam Neeson hat 96 Stunden Zeit seine Tochter aus den Fängen einer organisierten Menschenhändlerbande zu befreien – gut, dass er sich als mittlerweile Ex-CIA-Agent einige Fähigkeiten aneignen konnte. Erster Teil der Taken-Reihe von Produzent Luc Besson.

96 Hours

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Inhalt

Eigentlich will Ex-CIA-Topagent Bryan Mills (Liam Neeson) nur seine Ruhe. Das Kämpfen möchte er hinter sich lassen und sich stattdessen ganz seiner Rolle als sorgender Vater für seine 17-jährige Tochter Kim (Maggie Grace) widmen. Als Kim mit ihrer Freundin Amanda (Katie Cassidy) eine Europareise antreten will, stimmt Bryan nur widerwillig zu. Seine Sorge war berechtigt: Kaum in Paris angekommen, werden die beiden Teenager von Mitgliedern eines osteuropäischen Mädchenhändlerrings gekidnappt, die sie als Prostituierte abrichten und verkaufen wollen. Womit die Gangster nicht gerechnet haben: Bryan hat seinen alten Job keineswegs verlernt…

Kritik

Letzt man das letzte Jahr aus Sicht von Liam Neeson Revue passieren, so stellt man fest, dass überwiegend knallharte Action-Blockbuster in seiner Vita auftauchen müssen – und so ist es auch. Actioner gehören zu Liam Neeson Spezialität und das, was er darin zum Besten gibt, ist ein Augenschmaus. Das A-Team – Der Film, Non-Stop oder Ruhet in Frieden, um nur mal einige seiner Action-Ausflüge aufzuzählen. Doch ganz oben auf seiner Liste steht 96 HOURS (und die beiden Fortsetzungen). Wer geradlinig inszenierte Action ohne Schnörkel mag und sucht, wird hier sicherlich voll auf seine Kosten kommen. Es ist zwar bekannt das Actionfilm unter gewisse Kinderkrankheiten leiden, wie unter anderem Logikfehler oder unrealistische Darbietung von Schauspielkunst und Choreografie. Auch 96 Hours -Taken leidet etwas darunter, aber das tut der Spannung keinen Abbruch. Dieser Actionthriller packt einen von Beginn an und lässt bis zum Ende nicht mehr los. Die Optik stimmt und auch die Handlung hat genau das richtige Timing. Hauptdarsteller Liam Neeson ist Dreh- und Angelpunktes. Er füllt die Rolle des Ex-Agenten überzeugend (vor allem durch die genialen Kampfeinlagen) und mit der passenden Portion Coolness aus. Doch nicht nur die Vergeltung-Rückholaktion ist nicht unterhaltsam, auch der Fakt, dass er sich als Vater sorgt, stattet den Film mit Gefühl aus und legt sich wie eine Aura um den Ex-Agenten Mills. Doch bei all der Sorge, Liebe und Vergeltung – Neeson macht keine Gefangenen! Trotz einer nur FSK 16 – Freigabe, protzt der Film nur so von Blut, Knochenbrüchen und Folterszenen. Aber nun gut, dass gehört eben dazu und ist ein wesentlicher Bestandteil des Filmes.

Fazit: Voll auf die Zwölf. Liam Nesson abgeklärt, cool und absolut Profi – so lieben wir unseren Iren in Hollywood.

FSK ab 16 (blau)Originaltitel:           Taken
Produktionsland/-jahr:   FR/US 2008
Laufzeit:                93 min
Genre:                   Action, Thriller

Regie:                   Pierre Morel
Drehbuch:                Luc Besson, Robert Mark Kamen    
Kamera:                  Michel Abramowicz 

Kinostart:               19. Februar 2009
Home Entertainment:      21. August 2009  

Verleih:                 20th Century Fox Home Entertainment

(Quelle: Clyde Shelton)