Die Frau in Gold

DIE FRAU IN GOLD | Ein berührendes Denkmal von Maria Altmann

DIE FRAU IN GOLD ist ein Drama um den Jahre andauernden juristischen Kampf von Maria Altmann, die ein von den Nazis konfisziertes Klimt-Gemälde ihrer jüdischen Familie zurückbekommen will.

Die Frau in Gold

© DCM

Inhalt

Erinnerungen sind unbezahlbar. Niemand weiß das besser als Maria Altmann (Helen Mirren), eine ältere Dame, die in Los Angeles ein beschauliches Leben führt. Nur wenige kennen ihre Vergangenheit und wissen, dass sie einst unter dramatischen Umständen aus dem Wien des Dritten Reichs fliehen musste. Jahrzehnte später erfährt sie, dass sie die rechtmäßige Erbin mehrerer Gemälde Gustav Klimts – eines der bedeutendsten Maler Österreichs – ist, da sich diese einst im Besitz ihrer Familie befanden und von den Nazis geraubt wurden. Das berühmteste dieser Kunstwerke ist das Porträt ihrer Tante Adele Bloch-Bauer, weltbekannt als „Die Frau in Gold“. Doch der Staat Österreich, in dessen Besitz sich die Bilder befinden, zeigt sich auf Marias Anfrage hin wenig kooperativ, ihre Rechte ohne Weiteres anzuerkennen. Und auch Maria selbst zögert, denn sie glaubt nicht mehr daran, dass die Kunstwerke jemals zu ihrem rechtmäßigen Eigentümer – ihrer Familie – zurückkehren werden. Doch dann beschließt sie, sich den Schatten der Vergangenheit zu stellen, das Unmögliche zu versuchen und ihr Erbe zurückfordern. Gemeinsam mit dem unerfahrenen, aber engagierten Anwalt Randy Schoenberg (Ryan Reynolds) nimmt sie ihren Kampf um Gerechtigkeit auf. Es beginnt eine Odyssee, die sie bis zum Obersten Gerichtshof der Vereinigten Staaten führt. Eine Reise, die ihr Leben für immer verändern wird…

Kritik

In einer Zeit, in der die breite Öffentlichkeit über die Restitution von Raubkunst diskutiert, zeigt die wahre Geschichte von DIE FRAU IN GOLD, welche bewegenden Schicksale sich an dieses juristische Tauziehen knüpfen. Helen Mirren überzeugt nicht nur in ihrer Rolle als Maria Altmann, sondern auch mit ihrem sehr authentisch wirkenden österreichischen Akzent, mit dem sie ihr amerikanisches Englisch ein fürstliches Upgrade verpasst hat. Ryan Reynolds wirkt optisch wirklich wie ein Pin-Up-Boy aus Amerika und Katie Holmes mimt als dessen Frau das das wenig auffallende Beiwerk. Dennoch ist der Gesamteindruck ein sehr berührender und kurzweiliger. Den amerikanischen Zuckerguss obendrauf, der mit Pathos und Ehrenhaftigkeit gegen Ende immer stärker wird, kann man dem Film, wenn man dazu bereit ist, verzeihen. Wer sich daran stößt, bringt sich nämlich um die Freude daran, den Rest des Filmes genießen zu können, aller Tragik der geschilderten Ereignisse zum Trotz.

Fazit: Simon Curtis hat den wohl berühmtesten Raubkunstfall der Geschichte als Hollywood-Drama aufgearbeitet ohne dabei wirklich Fehler zu begehen.

FSK ab 6 (gelb)Originaltitel:           Woman in Gold
Produktionsland/-jahr:   US/UK 2015
Laufzeit:                109 min
Genre:                   Drama

Regie:                   Simon Curtis
Drehbuch:                Alexi Kaye Campbell    
Kamera:                  Ross Emery       

Kinostart:               4. Juni 2015
Home Entertainment:      12. November 2015

Verleih:                 DCM/SquareOne Entertainment

(Quelle: vipmagazin)

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